zu Klampen OHG 26.01.2023, 09:20 / Pflanzenthemen 0 Kommentare

Wie pflege ich Hauswurz (Sempervivum)?

Der Kalk-Hauswurz mit seinen Blatt-Nuancen.
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Sempervivum calcareum
Sempervivum calcareum
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Die Kalk-Hauswurz stammt aus einer stark eingegrenzten Gebirgsgruppe der Alpen. Sie gehört...
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Der Kalk-Hauswurz mit seinen Blatt-Nuancen.

Der immergrüne Hauswurz ist eine sehr robuste Pflanze, die es mit Hitze, Trockenheit und Kälte problemlos aufnehmen kann. Er eignet sich hervorragend als dekoratives Element, um alte Wurzelstöcke, Mauern, Fugen, Dächer, Tröge und Tonscherben im Beet zu bepflanzen. Mit etwa 60 Arten und über 5000 Sorten, gibt es den Hauswurz, in den verschiedensten Farben und Formen. Der Hauswurz gehört in die Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der Name Sempervivum bedeutet „immerlebend“, was bedeutet, dass die Pflanze sich ständig durch neue Tochterrosetten erneuert. Sempervivum hat sein natürliches Ausbreitungsgebiet in den Gebirgen von Europa und Kleinasien. Die Alpen, Pyrenäen und die Karpaten sind seine Heimat. Dort wächst der Hauswurz in Felsspalten und erneuert sich ständig aus den immer wieder vergehenden Pflanzenteilen, aus denen er sich erneuert und standig Blattrosetten entwickelt. Man sagt dem Hauswurz - als Heilpflanze - eine heilende Wirkung bei Entzündungen, Schmerzen und Wunden nach.

Eigenschaften und Verwendung von Hauswurz

Die unterschiedlichen Arten und Sorten von Sempervivum haben alle als gemeinsames Merkmal die grundständige Blattrosette. Je nach Art und Sorte ist diese unterschiedlich ausgeprägt. Dabei ist die Einfärbung der Blätter von der Art und Sorte sowie der Sonneneinstrahlung abhängig. Aus einer grundständigen Blattrosette entsteht ein Blütenstängel, aus dem sich zwischen Mai und August - je nach Sorte - rosa, rote, weiße, gelbe oder cremefarbene Blüten entwickeln.

Wenn aus einer grundständigen Blattrosette ein vertikaler Blütenstängel entsteht, stirbt dieser nach dem Verblühen ab. Das bedeutet aber nicht, dass die gesamte Pflanze vergeht. Im Gegenteil: Es bilden sich ständig neue Tochterrosetten, die immer wieder neue Blütentriebe hervorbringen. Es können sich innerhalb kürzester Zeit große Teppiche von Blattrosetten bilden, die im Beet, in einem Pflanzgefäß, auf Dächern oder in Mauerspalten malerisch aussehen.

Welchen Standort und Boden mag Hauswurz?

Sempervivum mag die volle Sonne und sollte zu keiner Zeit zu nass stehen. Die verdickten harten Blätter können über lange Zeit Wasser speichern. Mögliche Standorte sind Garagen- oder Carportdächer, Mauerfugen, Geröllflächen, Tröge und Steingärten.

Setzen Sie Sempervivum in ein lockeres kies- und sandhaltiges Substrat, das Feuchtigkeit schnell wieder abgibt. Der Hauswurz verträgt keine Staunässe. Er erträgt lange Trockenphasen mühelos, indem er Wasser in den Blättern und dem Stängel speichert. Somit muss der Boden kein Wasser halten können. Gute Böden für den Hauswurz haben einen hohen Sandanteil, weil Sand schneller austrocknet als zu lehmige, feinkrümelige Böden.

Wie pflanze ich Sempervivum?

Je nach Pflanzort, kann der Hauswurz in eine Fuge, einen Trog, auf eine Tonscherbe oder in ein sandig-kieshaltiges Substrat auf einem Dach gepflanzt werden. In einem Beet sollte der Boden tiefgründig aufgelockert, und durch Beimischen von Kies und Sand verbessert werden. Die trockenheitsliebende Pflanze bildet zwar keine tiefgründigen Wurzeln, verträgt jedoch keine Staunässe. Wasser sollte zu jeder Zeit gut abfließen können. Bereiten Sie ein Pflanzloch - bei einer Beetpflanzung - vor. Die Pflanzen werden nun in den frischen Boden gesetzt. Bei Mauerfugen, Trögen oder Ähnlichem, wird etwas Mutterboden - als Verwurzelungsbasis aufgefüllt und der Wurzelballen einfach in die Lücke gedrückt.

Wie dünge ich Sempervivum?

Geben Sie dem Hauswurz auf keinen Fall Dünger. Zu viele Nährstoffe lassen die Pflanze mastig werden und helfen diesem Asketen nicht. Im Gegenteil: der Hauswurz wird dadurch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Wie pflege ich Hauswurz?

Der Hauswurz benötigt keine besondere Pflege. Er ist sehr robust gegenüber Kälte und Trockenheit. Durch die ständige Bildung von Tochterrosetten ist er in der Lage sich beständig zu erneuern. Ist ein Blütenstängel abgeblüht, stirbt dieser ab. Aus den neuen Tochterrosetten werden ständig neue grundständige Blattrosetten gebildet, aus denen immer neue Blütenstängel entstehen. Leichte Wassergaben im Hochsommer helfen der Pflanze dauerhaft Wasser zu speichern. Sorgen Sie dafür, dass der Hauswurz nicht unter Staunässe leidet, denn so stirbt die Pflanze ab. Das A und O ist ein durchlässiges Substrat, das kaum Wasser anreichern kann. Eine gute Dränage ist aus diesem Grund sehr wichtig.

Wie überwintere ich Hauswurz?

Sempervivum braucht keinen speziellen Winterschutz. Die Pflanze ist sehr robust und trotzt mühelos kalten Temperaturen und Trockenheit. Achten Sie aber bei einer Kübelpflanzung darauf, dass die Pflanze im Winter nicht vernässt. Sie könnte so verfaulen und absterben. Ein vor Winternässe geschützter Standort ist deshalb für Sempervivum im Kübel ratsam.

Wie kann Sempervivum vermehrt werden?

Der Hauswurz vermehrt sich durch Tochterrosetten, die von der Mutterpflanze aus gebildet werden. Diese Tochterrosetten können abgetrennt, und sofort wieder verpflanzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Achten Sie bei Sempervivum auf jeden Fall auf den Standort und den Boden. Die trockenheitsliebende Pflanze sollte zu keiner Zeit zu nass stehen. Zu humus- und nährstoffreiche Substrate werden nicht vertragen. Stattdessen sollte das Substrat mager sein. Steht ihr Hauswurz zu nass, dann kann Wurzelfäule (Phytophtora) die Folge sein. Ab und an können Blattläuse auftreten. Ein Besprühen mit einer Seifenlauge oder einem entsprechenden Präparat aus dem Fachhandel tötet den Schädling ab. Haben Sie ihren Hauswurz in einem Beet, kann die Larve des Dickmaulrüssler auftreten. Die Larven fressen an den Wurzeln und können durch das Ausbringen von Nematoden – zusammen mit dem Gießwasser – bekämpft werden. Ansonsten ist Sempervivum sehr robust gegenüber Krankheiten.

Arten und Sorten des Hauswurz

Der Spinnweben-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum) bildet rosa Blüten mit einem gelben Nektarzentrum. Die grundständigen Blattrosetten bilden ein weißes Gewebe, das wie ein Spinnennetz aussieht. Der Kalk-Hauswurz (Sempervivum calcareum) bildet dichte hellgrüne Polster. Die einzelnen Blätter haben eine braune Spitze. Der Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum) bildet Blattrosetten mit einer braunen Spitze und hübsche rotviolette Blüten mit einem dunklen Mittelstrahl. Die Hybrid-Sorte Sempervivum x cultorum ‘Hey Hey‘ bildet im Juni und Juli malerische hellrosa Blüten und gelbgrüne Blattrosetten.

HINWEIS: Die offenen Blüten von Sempervivum werden von Hummeln und Bienen angeflogen und dienen ihnen als Nahrungsquelle!
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