Storchschnabel - Geranium

Mit ihrem langen Fruchtstand machen die Storchschnäbel ihrem deutschen Namen alle Ehre, aber auch die botanische Bezeichnung "Geranium" verweist auf die charakteristischen Fruchtstände, die nach der Blüte erscheinen. Schließlich ist der Artenname vom griechischen Wort "géranos" für Kranich abgeleitet.

Auch wenn der Storchschnabel (Geranium) mit der Geranie (Pelargonium) verwandt ist, sollten die beiden Arten nicht miteinander verwechselt werden. Während die Geranie keinen Frost verträgt und daher nur als Balkonpflanze zum Einsatz kommt, ist der Storchschnabel eine äußerst langlebige und winterharte Staude, die mit ihren hübschen Blüten für viel Freude im Garten sorgen wird.

Die große Sortenauswahl des Storchschnabels

Mit über 400 Arten weltweit gibt es bei den Storchschnäbeln viel Auswahl. Auch wenn nicht alle im Handel erhältlich sind, bietet Geranium für jeden Garten eine passende Sorte. Besonders beliebt sind die äußerst pflegeleichten und robusten Pflanzen als dekorativer Bodendecker, denn sie überziehen leicht größere Flächen je nach Sorte von Mai bis September mit ihren zarten Blüten in Weiß, Rosa, Violett, Purpurrot oder Blau.

Seite 1 von 3
50 Artikel gefunden, zeige Artikel 1 - 24



Die meisten Storchschnabel-Sorten lieben halbschattige Standorte, manche gedeihen aber auch gut in sonnigen Lagen. Wer einen Bodendecker, den er nur selten gießen muss, für Pflanzungen unter Bäumen sucht, ist mit dem Balkanstorchschnabel bestens beraten, aber auch andere Sorten eignen sich als Bodendecker.
So empfiehlt sich der Wald-Storchschnabel für sehr schattige Stellen im Garten, während der lilarosa blühende Knoten-Storchschnabel für leicht schattige Standorte ideal ist. Beliebte Bodendecker ist zudem der Basken- oder Pyrenäen-Storchschnabel, gut am Rand von Gehölzen wächst und von Juni bis Juli blüht.

Da einige Sorten stark wuchern, sollten sie nach der Blüte zurückgeschnitten werden, wenn man keine Ausbreitung wünscht. Beim Cambridge-Storchschnabel sind diese Maßnahmen nicht notwendig. Auch wenn er schnell dichte Teppiche bildet, neigt er nicht zum Wuchern. Der unkomplizierte Lückenfüller ist daher auch für kleinere Flächen geeignet und bereichert den Garten sowohl mit zahlreichen weißen bis violetten Blüten als auch mit seinem besonderen, grasgrünen Laub, das einen angenehm aromatischen Duft verströmt.

Geranium im Garten

Die zarten Stauden eignen sich vor allem für Gruppenpflanzungen. Man kann viele Sorte zur flächigen Pflanzung nutzen, aber auch Kombinationen mit anderen Stauden sind schön. Hier sollten Sie jedoch beachten, dass einige Sorten wie zum Beispiel der Balkan-Storchschnabel Ausläufer besitzen und somit schwächere Konkurrenten unterdrücken. Im Allgemeinen lässt sich Geranium jedoch gut mit höheren Stauden wie farblich passenden Phlox, Rosen oder Pfingstrosen kombinieren.

Neben den schattenverträglichen Sorten, die sich bestens für Zierpflanzungen und als Bodendecker eignen, gibt es auch Sorten, die wie der eher niedrig wachsende Blutrote Storchschnabel auch im Balkonkasten optimal gedeihen und dort hübsche Polster bilden.

Bei der Pflanzung von Geranium sind die Ansprüche der jeweiligen Sorte zu beachten, denn während die meisten mit schattigen Standorten vorlieb nehmen, sind andere Sonnenanbeter, die im Schatten dahinkümmern würden. Auch beim Substrat gibt es große Unterschiede: So mögen einige Sorten extrem trockene, steinige oder sandige Böden, während andere es etwas feuchter lieben. Die Geranium-Sorten bieten also nicht nur in Form und Farbe Abwechslung, sondern sind auch vielseitig einsetzbar. Die richtige Auswahl ist für einen optimalen Wuchs jedoch unerlässlich.

Die richtige Pflege für eine reiche Blüte

Eigentlich müssen die Geranium-Pflanzen nicht geschnitten werden, wer insbesondere die Arten, die im späten Frühjahr blühen, dennoch nach der ersten Blüte zurückschneidet, regt dadurch eine zweite Blüte im Spätsommer an und kann sich über eine besonders lange Freude an dem hübschen Bodendecker sichern.
Wie bereits erwähnt, kann der Rückschnitt aber auch sinnvoll sein, um ein zu starkes Wuchern des Bodendeckers zu vermeiden.

Die robusten Storchschnäbel sind nicht anfällig für Krankheiten und werden auch kaum von Schädlingen befallen. Selbst Schnecken sind bei dieser tollen Staude kein Problem. Wer Geranium entsprechend seiner Standortansprüche - die von Sorte zu Sorte variieren - pflanzt, wird sich daher lange an der winterharten Staude erfreuen können und kaum Pflege investieren müssen.
Der Storchschnabel ist also auch für Anfänger die perfekte Gartenpflanze!