Pflanzanleitung Laubgehölze

 
Bäume und Sträucher zählen zu den Laubgehölzen. Containerpflanzen dürfen das ganze Jahr gepflanzt werden, egal ob sie Früchte tragen oder in voller Blüte stehen. Frostperioden sollten abgewartet werden, genauso nasse Winter, bis der Boden wieder abgetrocknet ist.
1. Boden- und Pflanzenvorbereitung
Bodenverdichtungen beseitigen und den Boden spatentief auflockern.

Gequetschte, geknickte oder beschädigte Wurzeln des Laubgehölzes müssen bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Bei Bäumen und Sträuchern ohne Ballen ist ein Rückschnitt der Triebe um ca. 1/3 der Gesamtlänge notwendig. Bei Ballenpflanzen, wenn notwendig, nur ¼ bis 1/3 der Trieblänge. Nach Möglichkeit sollten Pflanzen mit einem besonderen Wuchs wie z. B. Ahorn-Arten, Essigbaum, Zaubernuss, Magnolie usw. nicht geschnitten werden. Der Pflanzschnitt ist bereits durch unser Fachpersonal erfolgt. Das Pflanzloch ausheben. Dieses sollte doppelt so breit und tief sein, wie der Durchmesser des Ballens bzw. der Wurzel.
Beim Vorbereiten des Pflanzlochs direkt ein wenig Gartenkompost mit einarbeiten, so erspart man sich eine Düngung zum Zeitpunkt des Pflanzens.
2. Anwässerung
Pflanzen ausreichend wässern. Container- oder Ballenpflanze mit dem Topf ins Wasser eintauchen, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Beim vorsichtigen Herausnehmen nur den Ballen anfassen, nicht das Gehölz. Bei Laubgehölzen ohne Erdballen müssen alle stärkeren Wurzeln frisch abgeschnitten werden und die Pflanze anschließend für einige Stunden ins Wasser gestellt werden.
3. Pflanzen
Das Pflanzloch zu 1/3 mit Erde füllen und die Pflanze hineinstellen. Wenn die Pflanze mit dem Ballen ins Pflanzloch gesetzt wurde, kann das Ballentuch aufgeschnitten oder aufgeknotet werden und seitlich abgeklappt werden. Nun kann das Pflanzloch randvoll mit Erde gefüllt werden. Bei Containerpflanzen muss vor dem Pflanzen der Topf vorsichtig entfernt werden. Hat die Pflanze keinen Ballen, muss sie etwas tiefer in die Erde gehalten werden, und unter schüttelnder Bewegung nach oben gezogen werden. So kann sich die Erde gut zwischen den Wurzeln verteilen. Da die Pflanze beim Angießen noch weiter nach unten sackt ist es wichtig, das Gehölz nicht zu tief zu pflanzen.
4. Angießen
Hierfür sollte in der Größe des Pflanzlochs ein Gießrand angelegt werden. Diesen sollte man mehrmals mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch volllaufen lassen. Hierbei sollte die Erde aber nicht aus- oder weggespült werden. Das Wasser muss langsam im Boden versickern. Nachgesackte Erde wieder auffüllen und ausreichend Wasser nachgießen, bis nichts mehr versickern kann. Mit dem Finger testen, ob der Boden gut gewässert ist. Bitte bedenken, dass Regenwasser das Angießen nicht erspart.
5. Pfählen und Anbinden
Wenn Ihre Pflanze zum Halt einen Pfosten benötigt, sollten Sie diesen in Hauptwindrichtung setzen, sodass die Pflanze vom Pfosten weggedrückt wird. Falls Ihre Pflanze ein größeres Exemplar ist, sollten Sie zwei Pfähle benutzen. Der Pfahl sollte vorher in das Pflanzloch gesetzt werden, damit die Wurzeln oder Ballen der Pflanze nicht beim Einschlagen beschädigt werden. Zum Binden eignen sich am besten verstellbare Baumbänder aus Kunststoff oder ein Kokosstrick. Dieser wird als eine 8 um Baum und Pfahl gebunden. Falls das Band rutscht, kann es zusätzlich mit einem Nagel am Pfahl befestigt werden. Immer darauf achten, dass die Bänder keine Scheuerstellen am Baum verursachen.