Zwergmispeln - Cotoneaster

Die Zwerg- oder auch Kriechmispel (Cotoneaster praecox) ist ein sehr dekorativer, immergrüner Bodendecker. Ab Ende April, Anfang Mai zeigt die Kriechmispel ihre charakteristischen rosa- bis weißfarbenen, traubigen Blütenstände. Meist im August werden sie von leuchtend roten Apfelfrüchten abgelöst, die in wunderschönem Kontrast zu dem dann herbstlich gefärbten Laub stehen. Am wohlsten fühlt dieser Bodendecker sich bei direkter Sonneneinstrahlung und in einem ganz normalen Gartenboden. Dann braucht die Kriechmispel so gut wie keine Pflege und muss weder gedüngt noch aus wuchstechnischen Gründen stark beschnitten werden. Allerdings hat sie es gerne ein bisschen feucht, was vor allem im Sommer durch eine gute Mulchung begünstigt werden kann.

Die faszinierenden Zwergmispelsorten - auch für Gartenanfänger ideal

Die zur Familie der Rosengewächse gehörende Zwergmispel bietet eine reiche Auswahl an immergrünen und sommergrünen Gehölzen, die den Garten von Ende April bzw. Anfang Mai bis Juni mit ihrer weißen bis rosafarbenen Blütenpracht bereichern. Im Sommer bezaubern die kleinen Gehölze dagegen mit ihrer Fülle an kleinen, roten Früchten, während sie im Herbst noch einmal so richtig auftrumpfen und sich in einem leuchtenden Laubkleid zeigen. Im Sommer erscheinen die langen ovalen Blätter in einem glänzenden Dunkelgrün und bieten so einen schönen Hintergrund für die auffälligen Früchte, die ab August erscheinen.

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Die meisten Zwergmispeln wachsen flach am Boden und erreichen schnell eine Höhe von circa 20 bis 30 cm. Neben den bodendeckenden Sorten, die auch Kriechmispeln genannt werden, gibt es in der Gattung der Cotoneaster aber auch Arten, die buschig mit überhängenden Zweigen oder wie Bäume wachsen. Das natürliche Verbreitungsgebiet der etwa 90 Cotoneaster-Arten ist das gemäßigte Eurasien und Nordafrika. Wegen ihrer kleinen, aber nicht essbaren Apfelfrüchte haben sie wohl den lateinischen Gattungsnamen Cotoneaster, der so viel wie "wertlose Quitte" bedeutet, erhalten.
Aufgrund seiner äußerst geringen Pflegeansprüchen wird die Zwergmispel gern und häufig als Zierpflanze und Bodendecker eingesetzt. Dabei stellt sie keine besonderen Ansprüche an den Boden und wächst auf jedem normalen Gartenboden. Alles, was sie braucht, um gut zu gedeihen, ist ausreichend Sonne. An einem sonnigen Standort wird sie Ihnen daher viel Freude schenken.

Zwergmispeln im Garten und an Hängen

Dank ihrer attraktiven Blätter und Blüten, der flachen Wuchsform sowie den dekorativen Früchten lassen sich die Zwergmispeln sehr vielfältig nutzen und sind stets ein wunderbarer Hingucker. Als pflegeleichte und starkwüchsige Bodendecker unterdrücken sie Unkraut wirkungsvoll und eignen sich sowohl zur Befestigung von Böschungen und Hängen als auch für Zierpflanzungen im Garten oder Kübel. Auch im Stadtgrün wird Cotoneaster sehr gern genutzt und sorgt für einen schönen Blickfang. An Hängen kann er wunderbar allein oder in Kombination mit Efeu und Ysander gepflanzt werden und so interessante Akzente setzen.
Die Zwergmispeln lassen sich aber auch wunderbar in Steingärten nutzen. Hier setzen sie zum Beispiel neben Sommerphlox und Mauerpfeffer einen echten Hingucker, der im Gartenjahr stets interessante Akzente bietet.
Eine weitere tolle Möglichkeit bieten die Zwergmispeln aber auch vor Mauern oder Zäunen. Dort können sie als kleine Hecke gezogen werden und begeistern das ganze Jahr hindurch mit ihren Blüten, den leuchtenden Früchten oder dem hübschen Herbstlaub.
Dank ihres dicht verzweigten, niederliegenden Wuchses begrünt der hübsche Bodendecker aber auch größere Flächen schnell und eignet sich daher als Weg- oder Gartenbegrenzung. Durch einen Schnitt können sie hier bei Bedarf in Form gebracht werden.

Zwergmispeln richtig pflegen

Die anspruchslosen Zwergmispelsorten benötigt fast keine Pflege und müssen auch nicht gedüngt werden. Da die Pflanze zwar einen sonnigen Standort liebt, aber auch einen feuchten Boden, sollten Sie die Pflanzung im Frühjahr allerdings ausgiebig mulchen, um der Pflanze stets ausreichend Feuchtigkeit zu garantieren. Diese einfache Pflegemaßnahme wird sie Ihnen mit einem kräftigen Wachstum und reicher Blüte danken.
Wenn die laubabwerfenden Sorten zu stark wachsen, können sie im Winter geschnitten werden. Als Pflegemaßnahme ist der Schnitt bei ihnen aber nicht nötig.
Die immergrünen Zwergmispelsorten sollten dagegen im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden, da sie Ihnen so garantiert Blüten und Früchte schenken werden.
Kriechmispeln können von Blattläusen, Sternrußtau oder Pilzkrankheiten befallen werden. Während Blattläuse meist sehr gut mit Hausmitteln bekämpft werden können, wirken beim Rußtau, der sich durch einen dunklen Überzug zeigt, und bei den Pilzerkrankungen, die Pflanze schlimmstenfalls absterben lassen, oft nur chemische Mittel. Ist der Befall sehr stark, empfiehlt es sich oft die betroffene Pflanze zu entfernen und zu vernichten, um eine Übertragung auf die gesunden Nachbarpflanzen zu vermeiden. Per Steckling können leicht neue Ableger gezogen werden und so vorhandene Lücken geschlossen werden.