Elfenblume - Epimedium

Epimedium - die zarte Schattenstaude

Mit ihren zarten Blüten macht die Elfenblume ihrem Namen alle Ehre. Elfengleich schweben die Blütenglocken aus vier inneren und vier äußeren Blütenblättern über dem Blattwerk, das meist während oder nach der Blüte erscheint und ebenfalls für eine Attraktion sorgt. Auffällig gemusterte, herzförmige Blätter in verschiedenen Grün- und Rottönen sorgen für einen attraktiven Bodendecker, den nicht nur Kenner schätzen. Die zahlreichen, aus dem Mittelmeerraum und Asien stammenden Sorten der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae) sind in deutschen Gärten noch nicht allzu bekannt. Dabei hätte die äußerst schattenverträgliche und pflegeleichte Staude durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient. Selbst in den dunkelsten Ecken und unter Laubbäumen bieten die Epimedium-Sorten interessante Möglichkeiten, für einen echten Hingucker zu sorgen. Nicht umsonst wurde die Elfenblume vom Bund deutscher Staudengärtner zur " Staude des Jahres 2014" gewählt - die Schönheit und Robustheit der vielseitigen Gattung überzeugte auch die Experten.

Große Epimedium-Sortenauswahl mit sommer- oder wintergrünen Blättern

Schon lange ist die Elfenblume ein echter Star für den Schattengarten und zahlreiche alte sowie neuere Züchtungen sorgen für Aufsehen. Neben den altbekannten Sorten, die mit gelben, weißen oder rosaroten Blüten aufwarten, stehen heute auch interessante Züchtungen aus Asien zur Auswahl. Sie bieten interessante Sorten mit größeren, zweifarbigen Blüten und neuen Farben wie Violett, Dunkelrot und Schokobraun.

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Ganz allgemein kann man Epimedium in zwei Gruppen einteilen: Die aus Vorderasien und Nordafrika stammenden wintergrünen Arten wie Epimedium rubrum und Epimedium versicolor sind dabei besonders robust und gut für unsere Breiten geeignet. Allerdings sind sie sehr wüchsig und können schnell weniger stark wachsende Stauden im Beet überwuchern. Die aus Ostasien stammenden, sommergrünen Arten wie Epimedium grandiflorum und Epimedium youngianum wachsen dagegen nicht ganz so üppig und lassen sich wunderbar mit anderen Stauden kombinieren. Sie überzeugen zudem mit einer eindrucksvollen Fülle an Blütenformen und -farben.

Der passende Standort für die Elfenblume

Alle Epimedium-Sorten bevorzugen einen eher halbschattigen bis schattigen Standort auf einem durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Besonders die aus Ostasien stammenden Sorten sind sehr empfindlich gegen Staunässe und mögen eher kalkarme sowie frische bis feuchte Böden. Während die westlichen Varietäten an schattigen Stellen auch heiße und trockene Sommer recht gut vertragen, sollten die ostasiatischen Sorten bei Trockenperioden gegossen werden.

Die Verwendung der Elfenblume

Aufgrund ihrer Robustheit und Schönheit wird die Elfenblume gern als Bodendecker unter Gehölzen und am Gehölzrand eingesetzt. Die farbenfrohe Blattschmuckstaude eignet sich aber auch für Steingärten, Beeteinfassung, Hangbepflanzung und zur Begrünung von Baumscheiben.
Wegen ihrer langen Rhizome und dem starken Ausbreitungsdrang sollten die westlichen Sorten eher allein gepflanzt oder mit starkwüchsigen Stauden wie Christrosen, Salomonsiegel, Waldgeistbart, Kerzenknöterich oder Funkien kombiniert werden. Die eher schwachwüchsigen fernöstlichen Varianten setzt man am besten in Tuffs zusammen und kombiniert sie mit konkurrenzschwächeren Pflanzen wie Schattengräsern, Farnen, Silberkerzen oder Zwiebelblumen. Diese Sorten können auch in Kübeln gepflanzt werden, wenn dort für eine ausreichende Feuchtigkeit gesorgt wird.
Das auffällige Laub der Elfenblumen und die zarte Blüte sorgen an jedem schattigen Standort für ein tolles Spektakel und begeistern vor allem im Frühjahr sowie im Herbst mit einer tollen Färbung.

Die richtige Pflege für die Elfenblume

Die Epimedium-Sorten sind sehr robust und pflegeleicht. An einen passenden, geschützten Standort gepflanzt benötigen sie kaum Pflege und werden lange Freude im Garten schenken.
Während die sommergrünen Sorten bei Trockenheit zusätzliche Wassergaben benötigen, reicht den wintergrünen Sorten eine regelmäßige Laub- oder Mulchgabe, um sie vor Austrocknung zu schützen.
Eine Laub- oder Reisigabdeckung ist auch für den Winter ideal, da so die recht oberflächennah wachsenden Rhizome gut vor Frösten geschützt werden. Lassen Sie herabfallendes Laub daher bis zum Frühjahr liegen oder sorgen Sie für anderen Frostschutz. Im Frühjahr wachsen die Pflanzen einfach durch die verrottende Laubschicht hindurch und nutzen diese im Sommer als natürlichen Dünger. Damit die im April erscheinenden Blüten und Blätter bei den wintergrünen Sorten gut sichtbar werden, sollte man das alte Laub der Pflanze im zeitigen Frühjahr bodennah zurückschneiden.
Diese einfachen Pflegemaßnahmen genügen, um sich lange an der wunderschönen Schattenstaude Epimedium zu erfreuen.