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Wie pflege ich das Tränende Herz (Dicentra spectabilis)?

Die herzförmigen Blüten des Tränenden Herzens 'Alba'.
4,95 €
Dicentra spectabilis 'Alba'
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Die herzförmigen Blüten des Tränenden Herzens 'Alba'.

Das Tränende Herz wächst in freier Wildbahn gern im Unterholz von lichten Wäldern. Es kommt in den von Laubbäumen geprägten Wäldern von Korea und Ostchina vor. Das Tränende Herz ist Mitglied in der botanischen Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). 2017 wurde es zur Giftpflanze des Jahres gekürt. In Gärtnerkreisen nennt man das Tränende Herz noch Dicentra spectabilis - wegen seiner Herzform - inzwischen hat es den botanischen Namen Lamprocapnos spectabilis erhalten. Die lichten und feuchten Wälder, in denen das Tränende Herz wächst, können bis in Höhen von bis zu 2000 m liegen. Darüber hinaus gibt es noch die Zwergform des Tränenden Herzes (Dicentra formosa/eximina). Eine weitere Art ist die kletternde Herzmarie (Dicentra scandens). Diese Art klettert bis zu 2 m hoch und blüht gelb.

Eigenschaften und Verwendung vom Tränenden Herz

Das "große" Tränende Herz wird bis zu 80 cm hoch und bildet Blütenstände, die bogig überhängen. Die 2- bis 3-fach gefiederten frischgrünen Blätter sind am Ende gelappt und können 20 bis 40 cm groß werden. Ist die Blüte - April bis Juni - vorbei, zieht die Staude ihr Laub ein. Die rosa-weißen Herzblüten bilden sich an einem bogig überhängenden Trieb und wirken sehr elegant. Die Blüte des Tränenden Herzes wird durch einen Kälteimpuls eingeleitet - dem Winter.

Das Tränende Herz wirkt durch seine gebogenen Blütentriebe - an denen die Herzen hängen - sehr malerisch. Vor einem dunklen Hintergrund - wie einer Hecke - kommen die Blüten sehr gut zur Geltung. Da das Tränende Herz nach der Blüte im Juni seine Triebe einzieht, entsteht im Beet eine Lücke, sodass es ratsam ist die hübsche Staude mit Sommer- und Herbststauden zu kombinieren. Auch kleine Sträucher wie Zwergazaleen, dem Zwergmaiblumenstrauch (Deutzia gracilis), Zwergspieren (Spiraea), der Samt-Hortensie (Hydrangea sargentiana), dem Glockenhasel (Corylopsis pauciflora) oder dem Zwerg-Flieder (Syringa meyeri 'Palibin') sind hübsche Pflanzpartner. Darüber hinaus sind Stauden, die auch schönes Laub ausbilden ideale Begleiter für das Tränende Herz. Infrage kommen zum Beispiel Purpurglöckchen (Heuchera), Funkien (Hosta), die Akelei (Aquilegia) oder das Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera).

Weiterhin ist das Tränende Herz auch für Kübel geeignet. Allerdings sollte der Kübel dann in der Winterzeit in einen Kellerraum oder ähnlichem gestellt werden. Die hübschen Herzblüten eignen sich gut für die Vase.

Hinweis: Das Tränende Herz ist giftig!

Welchen Standort und Boden mag das Tränende Herz?

Das Tränende Herz mag schattige absonnige Standorte, die es aus dem Unterholz der Laubwälder gewohnt ist. Ein kühler Standort ist für die filigrane Staude ideal. Tränende Herzen mögen einen typischen Waldboden als Nahrungsgrundlage. Der Boden sollte also kalkarm, humos, feucht und durchlässig sein. Sollte ihr Boden lehmig und verdichtet sein, so ist es ratsam, den Boden, in den Sie das Tränende Herz setzen möchten, tiefgründig aufzulockern. Hierfür können Sie eine Grabe-Gabel oder einen Spaten verwenden. Ist das Erdreich locker, sollte reichlich Sand und Humus beigemischt werden. Auf diese Weise erzielen Sie eine durchlässige und humose Pflanzstelle, in der es nicht zu Staunässe kommt. Ist das Tränende Herz gepflanzt, so wird die Staude angedrückt und gegossen.

Hinweis: Gehen Sie beim Pflanzen vorsichtig vor, denn die Triebe des Tränenden Herzes brechen leicht!

Das Tränende Herz sollte im Frühjahr gepflanzt werden, damit es das Jahr über Zeit hat einzuwurzeln und sich zu etablieren. Um einen dichten Bewuchs zu erreichen, können Sie 3 bis 4 Jungpflanzen zusammen pflanzen. Achten Sie dabei auf einen Pflanzabstand von etwa 40 cm. Die Staude wird so tief in die Erde gepflanzt, wie sie im Topf stand.

Hinweis: Tragen Sie beim Pflanzen Handschuhe, denn die Pflanze enthält Isochinolin-Alkaloide, die zu Reizungen auf der Haut führen können. Es handelt sich beim Tränenden Herz um eine Giftpflanze!

Wie schneide ich Dicentra spectabilis?

Nach der Blüte im Frühsommer sollte die Staude knapp über dem Boden geschnitten werden. Sie treibt im neuen Jahr wieder verlässlich aus. Wer das eigenständige Vermehren der Staude begünstigen will, lässt die verblühten Blütenstände solange es geht, stehen.

Wie dünge ich das Tränende Herz?

Alle zwei Jahre sollte rund um die Pflanze im Herbst etwas Kompost eingearbeitet werden. Dies genügt dem Tränenden Herz als Düngergabe.

Wie gieße ich Dicentra spectabilis?

An warmen Sommertagen sollte das Tränende Herz gegossen werden.

Wie überwintere ich das Tränende Herz?

Als Winterschutz kann Laub und Reisig über der Wurzelscheibe aufgetragen werden. Haben Sie ein Tränendes Herz im Kübel, so ist es ratsam, diesen über den Winter in ein Gewächshaus oder einen hellen Kellerraum oder ähnlichem zu stellen.

Wie kann das Tränende Herz vermehrt werden?

Das Tränende Herz vermehrt sich ganz von selbst weiter... Lassen Sie einfach die Blüten stehen. Die Pflanze gibt im Sommer die Samen frei. Sie können die Samen auch einsammeln und im Herbst in ein Beet austreuen. Da das Tränende Herz ein Kaltkeimer ist, benötigt der Samen einen Kältereiz, um zu keimen. Dies geschieht automatisch im Winter. Im Frühjahr zeigen sich dann die kleinen Sämlinge. Auch durch Wurzelschnittlinge kann das Tränende Herz vermehrt werden. Darüber hinaus können etwa 15 cm lange Stecklinge in ein Wasserglas gestellt werden, bis sie Wurzeln bilden.

Bei älteren Pflanzen ist auch eine Teilung möglich. Holen Sie die Staude hierfür im Herbst aus der Erde und klopfen Sie die Erde ab. Mit einem Spaten oder einem scharfen Messer kann ein Teil der Staude abgetrennt werden. Alle Pflanzenteile sollten sofort wieder eingepflanzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Zu trocken sollte das Tränende Herz nicht stehen, denn an warmen trockenen Tagen können Läuse auftreten und sich rasant vermehren. Aber auch zu nass sollte die empfindliche Staude nicht stehen, denn dies kann zu Stängelfäule (Phythophtora) führen. Entdecken Sie kleine Löcher an den Blüten, so ist dies kein Schädling. Die Erdhummeln versuchen auf diese Weise an den Nektar zu kommen. Wer Schnecken nicht als lästige Plagegeister ab dem Frühjahr haben möchte, sollte bereits beim Austrieb den Kampf mit den Nacktschnecken aufnehmen. Hier helfen Kupferbänder und - bei Dicentra spectabilis im Topf - eine transparente Schneckenpaste, die man am äußeren Topfrand anbringt. Die Schnecken rutschen dann herunter. Viele Vögel sind natürliche Fressfeinde der Schnecken. Darüber hinaus Kröten, Blindschleichen und Spitzmäuse. Diese natürlichen Feinde können Sie durch Totholzecken im Garten fördern.

Außerdem können Sie Branntkalk, trockenes Stein- oder Sägemehl oder Kaffeesatz um die Pflanzen verteilen. Auch stark riechende Pflanzen halten Schnecken fern, so zum Beispiel Thymian (Thymus), Lavendel (Lavandula), Zierlauch (Allium) oder Rosmarin (Rosmarinus).

Arten und Sorten des Tränenden Herzens

Es gibt neben der Wildform, die rosa Herzen mit einer weißen Träne ausbildet, noch die Sorte 'Alba'. Diese blüht reinweiß und wirkt dadurch sehr elegant. Die Sorte 'Valentine' blüht in karminrot und wirkt durch die warme Farbgebung spätsommerlich.

Tränendes Herz (Dicentra spectabilis)

18.01.2022 09:09 0 Kommentare

 

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