Chinaschilf - Miscanthus

Das imposante Chinaschilf (Miscanthus sinensis) ist ideal, um markante Blickfänger oder einen Sicht- und Windschutz im Garten zu bringen. Die zu den Süßgräsern gehörende Art stammt - wie ihr Name schon verrät - aus Ostasien und ist in China, Japan und Korea beheimatet. Doch seit den 1950er Jahren haben die verschiedenen Sorten - die irrtümlicherweise auch als Elefantengras bekannt sind - Einzug in europäische Gärten gehalten und sind dort als ausdauernde und langblühende, mittel- bis großwüchsige Gräser beliebt. Einen großen Anteil am Siegeszug der imposanten Ziergräser ist dem bedeutenden Staudenzüchter Karl Foerster zu verdanken. Er liebte wie wir die große Bandbreite der Farbe und Form der Blätter sowie die bis in den Herbst und Winter stehenden Blüten- und Fruchtstände. Bis heute entstehen zahlreiche Zuchtsorten des Chinaschilfs, die den Garten mit faszinierenden Akzenten in Form und Farbe bereichern.

Große Auswahl

Das Chinaschilf ist pflegeleicht und wächst horstbildend zu einer stattlichen Pflanze von 0,8 bis 2,0 m heran. Beliebt ist das schöne Ziergras nicht nur wegen seines imposanten Wuchses, sondern auch aufgrund des einzigartigen und sehr anmutigen Blütenstandes. An der 20 bis 35 cm langen Rispe befinden sich zahlreiche Blütentrauben, die je nach Sorte bis spät in den Herbst blühen können. Die Blütenfarben variieren dabei von silbrig-weiß über rosa bis zu silbrig-rot. Verschiedene Sorten können auch wunderbar miteinander kombiniert und zu einer dichten Hecke gepflanzt werden. In großen Gärten können Sie zudem auch Riesen-Chinaschilfsorten mit einer beeindruckenden Wuchshöhe von bis zu 4 m nutzen.

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Der passende Standort

Trotz seiner asiatischen Herkunft wächst das Chinaschilf im mitteleuropäischen Klima sehr gut und verträgt sowohl sonnige als auch schattige Standorte. Allerdings fördert die Sonne eine intensive Ausbildung der Blüten. Die Ansprüche an den Boden sind ebenfalls gering. Nur auf Staunässe reagiert die Pflanze empfindlich, ansonsten begnügt sie sich mit einem lockeren, nicht zu trocken oder feuchten Boden. Ideal ist eine torfige, mit Rindenmulch oder Kompost angereicherte Erde. Aufgrund der enormen Wurzeltiefe sind nur wenige kleinwüchsige Sorten für eine Kübelbepflanzung geeignet.

Das Chinaschilf im Garten

Die Verwendung von Chinaschilf ist so breit gefächert wie sein Aussehen. Wunderbar eignen sich die stattlichen Pflanzen als Solitäre, aber auch als Hintergrundbepflanzung für das Staudenbeet. In Gräserarrangements kommen sie genauso gut zur Geltung wie am Gartenteich. Zudem lassen sich die dicht wachsenden Sorten wunderbar als Sicht- und Windschutz an der Terrasse oder am Sitzplatz verwenden und schaffen dort mit ihren sanft im Wind wiegenden Halmen eine beruhigende Atmosphäre.
Aufgrund ihres großen Wuchses eignet sich Chinaschilf vor allem für größere Gärten. Mit den klein- bis mittelwüchsigen Sorten geben Züchter aber auch kleineren Gärten eine interessante Möglichkeit, für Aufsehen zu sorgen. Größere Beete kann man mit verschiedenen Chinaschilf Sorten bepflanzen. Dabei sollte man allerdings ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen einhalten.
Vom Spätsommer bis in den Winter hinein bereichern sie so den Garten mit ihren schönen Blütenständen und sorgen auch unter der ersten Schneedecke noch für Struktur und aufregende Effekte im Wintergarten.

Chinaschilf richtig pflegen

Die anspruchslose Pflanze stellt auch bei der Pflege keine große Herausforderung dar. Für eine regelmäßige Bewässerung sowie eine einmalige Düngung mit einem Tondünger für Ziergräser vor der Blütezeit bedankt sich das Chinaschilf allerdings mit einem besonders prächtigen Wuchs. Zudem sollte man das Ziergras regelmäßig von Unkraut befreien, da sie dieses gar nicht mag.

Gut durch den Winter

Alle Chinaschilf-Sorten sind winterhart und sollten im Herbst nicht zurückgeschnitten werden. Einerseits werden so Schäden durch eindringende Nässe vermieden, andererseits können Sie sich noch im Winter am schönen Wuchs der Pflanze erfreuen. Schließlich sind die Blüten und Halme auch unter einer weißen Raureif- oder Schneeschicht ein echter Blickfang. Junges Chinaschilf können Sie eventuell mit Gartenvlies vor sehr starken Frösten schützen. Bei älteren Pflanzen ist dies aber nicht mehr notwendig. Um das Umknicken der Halme zu vermeiden, können Sie die Stängel locker zusammenbinden und dem Ziergras so mehr Widerstandskraft gegen Winterstürme oder Schneelasten geben.