Sternrußtau (Diplocarpon rosae)

Dies ist eine von einem Pilz verursachte Erkrankung. Es handelt sich um eine Schlauchpilz-Infektion. Sternrußtau schränkt den Stoff- und Energiewechsel der Pflanze stark ein.

Das Schadbild des Sternrußtaus

Durch die pilzliche Infektion entstehen runde, braune bis ins Schwarze gehende Flecken. Sie laufen an den Blatträndern strahlig auseinander. Der Befall ist zunächst nur an bodennahen Blättern zu bemerken, danach breitet sich die Krankheit über die gesamte Pflanze aus. Insbesondere bei kühlfeuchter Witterung wird die Ausbreitung des Pilzes begünstigt. Schließlich vergilben die Blätter und fallen ab. Von Sternrußtau befallene Triebe müssen im Hausmüll entsorgt werden, um die Ausbreitung zu vermindern. Die jungen Triebe der befallenen Pflanze (insbesondere werden Rosen befallen) schaffen es durch die Infektion nicht bis zum Winter auszuhärten, und sind dementsprechend nicht mehr so frosthart.

Der Schlauchpilz überwintert in den am Boden liegenden Blättern. Ein weiterer Infektionsweg ist über das Gieß- und Regenwasser. Die Geschwindigkeit der Verbreitung hängt auch von der Widerstandsfähigkeit der Pflanze ab. Nasskaltes Wetter und Staunässe gepaart mit tonhaltigen humusarmen Böden, begünstigt die Verbreitung der Pilzsporen. Eine Verbreitung der Konidien (Pilzsporen) erfolgt auch über Insekten und Spritzwasser.

Erste Symptome zeigen sich im April/Mai. Es beginnt mit dem Vergilben der Blätter, die anschließend abfallen. Ist der Befall stark, sind die Rosen bereits im Hochsommer ohne Laub.

Sternrußtau vorbeugen

Bevor es zu einem Befall kommt, kann der Gärtner den Nährstoffgehalt des Bodens verbessern, abgefallenes Laub sofort entsorgen, Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen und die Pflanzen wiederholt mit Ackerschachtelhalmbrühe stärken.

So können Sie eine Spritzbrühe mit Ackerschachtelhalm ansetzen. Nehmen Sie 150 g getrockneten Ackerschachtelhalm und lassen Sie ihn 24 Stunden in 10 L Wasser einweichen. Danach die Brühe eine halbe Stunde lang kochen, und sie erneut mit der fünffachen Menge an Wasser mischen. Diese Brühe aktiviert das Bodenleben und stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze.

Pflanzen Sie widerstandsfähige Sorten, sorgen Sie für eine ausgewogene Düngung und einen luftigen Stand der Pflanzen. Verwenden Sie Stärkungsmittel wie Knoblauchtee. Sie können die Blätter mit Gesteinsmehl bestäuben, um einem Eindringen des Pilzes entgegen zu wirken. Befallene Blätter müssen immer entfernt werden.

HINWEIS: Vermeiden Sie zu hohe Stickstoffgaben (N), stattdessen können Sie mehr Kalium (K) betont düngen, um die Pflanze widerstandsfähiger zu machen.

Maßnahmen gegen Sternrußtau

Behandeln Sie die Pflanzen ab Anfang Mai mit Pflanzenstärkungsmitteln. Schachtelhalm-, Beinwell- und Knoblauchbrühe haben sich gegen Sternrußtau bewährt. Sie können diese Brühen sobald die Pflanze anfängt zu treiben alle 2 Wochen ausbringen. Wenn eine Pflanze im vergangenen Jahr bereits Sternrußtau hatte, ist es wahrscheinlich, dass sie diesen auch im Folgejahr bekommt, fangen Sie also rechtzeitig mit den Gegenmaßnahmen an.

HINWEIS: Wässern Sie Ihre Pflanzen möglichst am Morgen, damit sie über den Tag abtrocknen können. Desinfizieren Sie die Werkzeuge, die Sie nutzen!

Sternrußtau

16.01.2020 10:46 0 Kommentare

 

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