Wie pflege ich Mammutblatt (Gunnera)?

Die beeindruckende Gunnera manicata mit großem Blatt.
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Gunnera manicata
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Die beeindruckende Gunnera manicata mit großem Blatt.

Die Heimat des Mammutblattes sind die Moor- und Sumpflandschaften kühler und feuchter Regionen im Süden von Brasilien. Darüber hinaus siedelt sich die Staude gerne an felsigen Bachläufen sowie am Rand von Gewässern an Diese große Staude wird auch gern als Riesen-Rhabarber bezeichnet. In ihrem Herkunftsland Brasilien werden die Stiele geschält und gerne verzehrt. In freier Wildbahn gibt es um die 50 unterschiedliche Gunnera Arten, die im Fall von Gunnera magellanica auch sehr klein sein können.

Eigenschaften und Verwendung des Mammutblattes

Ein ausgewachsenes Blatt der Gunnera kann einen Durchmesser von 2 m erreichen und dessen Stiel sogar eine Länge von mehr als 3 m. Die Stiele haben weiche, hellrote Stacheln als Bewehrung gegen Fressfeinde. Die Pflanze blüht von Juli bis August in langen Blütenkolben mit zahlreichen Einzelblüten, die unscheinbar sind. Ein ausgewachsenes Exemplar kann Blütenkolben von über 1 m entwickeln.

Wenn Sie Ihre Gunnera an einen Teich oder kleinen Bachlauf pflanzen, sollten Sie ausreichend Platz für die große Staude einplanen, denn sie erreicht im Laufe der Jahre gerne eine Breite von mehr als 4 m und eine Höhe von 3 m. Auch für andere Standorte sollten Sie einen geräumigen Platz für die Staude finden. Die große Pflanze benötigt viel Wasser, sollte aber nicht in ein Gewässer gesetzt werden, denn sie ist keine eigentliche Teichpflanze.

Welchen Standort und Boden mögen Gunnera?

Das Mammutblatt mag es halbschattig. Weder die pralle Sonne noch der totale Schatten bekommen der Riesenstaude gut. Auch der Abstand zu anderen Pflanzen sollte mindestens 2 m betragen, da das Mammutblatt sehr ausladend wird.

Wie schneide ich Gunnera?

Im Herbst ist die Hauptpflegezeit für das Mammutblatt. Die Stängel der Pflanze sollten bis zum Boden zurückgeschnitten werden.

Wie dünge ich das Mammutblatt?

Beim Einpflanzen der Gunnera empfiehlt es sich Kompost mit ins Pflanzloch zu geben, um der Pflanze einen guten Start zu ermöglichen. Nach der Pflanzung ist ein Düngen zwischen April bis Juni, sowie im Herbst mit Kompost möglich um der Pflanze langfristig beim Wachsen zu helfen.

Wie gieße ich Gunnera?

Da die Staude gerne an feuchten Standorten wächst, sollte sie nie komplett austrocknen. Achten Sie deshalb in trockeneren Perioden auf regelmäßige Wassergaben. Die Gunnera lebt in natürlicher Symbiose mit den Blaualgen. Diese siedeln sich an der Basis des Blattstiels an und versorgen die Pflanze mit Stickstoff. Im Gegenzug erhält die Staude Kohlenstoff von den Algen. Da die Pflanze über die sehr großen Blätter viel Wasser verdunstet, sollte das Erdreich immer ausreichend feucht sein.

Wie überwintere ich das Mammutblatt?

Ein Winterschutz ist für das Mammutblatt unerlässlich, schließlich kommen in der Herkunftsregion der Riesenstaude keine Fröste vor. Da der oberirdische Teil der Staude nach der Vegetationszeit vergeht, können Sie ein schützendes Vlies auf dem Boden auslegen. Möglich ist auch ein Überwinterungsschutz durch Laub, Reisig und Stroh. Haben Sie Ihre Gunnera in einem Kübel, können Sie diesen in einen dunklen frostfreien Raum stellen und ihn im folgenden Frühjahr wieder nach draußen bringen.

HINWEIS: In der kalten Jahreszeit stirbt die oberirdische Vegetation der Riesenstaude komplett ab, sie überwintert unterirdisch.

Wie kann Gunnera vermehrt werden?

Wer eine Gunnera hat, kann diese als Mutterpflanze für die Vermehrung nutzen. Am erfolgreichsten ist eine Vermehrung durch Teilen. Sobald sich im Frühjahr die ersten Sprosse der Pflanze zeigen, können Sie das Mammutblatt ausgraben und einen Spross abtrennen. Die neue Jungpflanze sollte zunächst in einen Topf gesetzt werden, und dann nach etwa 3 Wochen in ein Beet. Die Mutterpflanze kann zurück an ihren alten Platz gesetzt werden. Das Mammutblatt ist ein Selbstbestäuber. Die Pflanze ist zwittrig, was bedeutet, dass sie keine zweite Pflanze für die Bestäubung benötigt. Wenn Sie während der Blüte seicht über die einzelnen Blüten streichen, dann unterstützen Sie die Staude bei der Bestäubung. Die im Herbst heranreifenden Früchte sind rot. Schneiden Sie die Stecklinge im Sommer und stecken Sie sie in Töpfe mit einem nährstoffarmen Substrat. Ein Steckling sollte maximal 20 cm lang sein. Die Überwinterung sollte im Haus geschehen. Bildet der Steckling Wurzeln, können Sie ihn bereits leicht düngen. Zu empfehlen ist ein organischer Dünger. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht. Im folgenden späten Frühjahr können die Stecklinge nach draußen gesetzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Das Mammutblatt ist recht resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen, jedoch können Schnecken und Wühlmäuse die Pflanze beschädigen.

 

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Mammutblatt (Gunnera)

04.11.2020 08:44 0 Kommentare

 

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