Weinreben - Vitis

Weinrebe machen jede Häuserwand und jedes Spalier zur Augenweide. Sie bedürfen zwar einiger Pflege und sind ein wenig anspruchsvoll, aber belohnen den Gärtner mit glänzendem Blattwerk und leuchtenden Tafeltrauben, die zudem noch ein kulinarischer Genuss sind. Vom klassischen Muskateller bis zu neuen Züchtungen wie der 'Piroschka': Der Variantenreichtum der Sorten ist schier unbegrenzt; auch verschiedene Rebgewächse nebeneinander ergänzen sich wunderbar.

Entscheidend für das Gedeihen sind die richtigen klimatischen Verhältnisse. Vitis liebt sonnige, warme Standorte, weshalb vor allem windgeschützte Südseiten von Gebäuden ideal zur Anpflanzung sind. Wenn sie dann noch tiefgründig in einem nährstoffreichen, warmen Boden wurzeln können, werden Sie jahrelang Freude an den Weinreben haben.


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Weinreben sind echte Sonnenanbeter, es kann ihnen kaum zu warm und hell sein. Gleichzeitig vertragen sie nur wenig Wind. Ideal ist deshalb ein geschütztes Plätzchen an einer Mauer oder Hauswand; aber auch an ruhig gelegenen Pergolas und Spalieren ranken sie sich gerne hoch.

Die optimale Pflanzzeit ist bei den meisten Tafeltrauben Mitte April; gesunde Containerpflanzen können allerdings bis in den Sommer hinein gepflanzt werden. Der Platzbedarf pro Pflanze beträgt etwa 1 bis 1,5 qm, je nach Wuchsstärke und Wurzelung. Da Vitis viele Mineralstoffe braucht und gut anwurzeln sollte, muss der Boden schon bei Pflanzung nährstoffreich, locker und tiefgründig sein und sollte einen pH-Wert zwischen 6 und 7 aufweisen. Das Pflanzloch sollte etwa 50 cm tief sein und der Untergrund großzügig gelockert. Der Rebe wächst ideal bei einer leicht schrägen Einpflanzung; die Veredlungsstelle muss oberhalb der Erde liegen. Vor dem frühjährlichen Austrieb tut allen Tafeltrauben ein organischer Volldünger gut. Zum Herbst kann das Beet mit Kompost angereichert werden.

Alle Trauben bilden sich an einjährigen Trieben, die zweijährigem Holz entwachsen. Diese brauchen kräftige Unterstützung: Nur durch regelmäßiges Anbinden bilden sich gerade Stämme und ist die Pflanze vor Bruch geschützt. Je mehr Planung in die Befestigung und die Spalierform fliesst, desto mehr Freude werde Sie an Ihren Reben haben. Ob Stützpfähle oder Nägel mit Drahtbespannung oder Holz- bzw. Metallgerüste: In jedem Fall müssen die Triebe der Rebe festgebunden werden. Bei mehreren Trieben wird der Kräftigste stehengelassen und angebunden; alle anderen, einschließlich der Geiztriebe in den Blattachseln, werden entfernt.

Vor dem ersten Frost ist die Rebe für eine lockere Anhäufung mit einem Erdkompostgemisch dankbar, das im März wieder entfernt werden kann. Denn sobald die Sonne etwas wärmt, soll die Veredelungsstelle frei liegen und Licht abbekommen. Mitte Mai zeigt sich, welche der Frühjahrstriebe am stärksten sind. Diese werden stehengelassen und behutsam horizontal, vertikal oder gegabelt am Spalier entlang gezogen. Nun beginnt die Weinrebe Form anzunehmen, die regelmäßig im Frühjahr und Sommer weiter beschnitten wird.