Fingerkraut - Potentilla

Einen strahlenden, bunten Blütenteppich schafft die krautige, kriechend wachsende Potentilla, die mit ihren wunderbar geformten Schalenblüten im Frühling und Sommer je nach Art eine Fülle von Farben, wie Weiß, Rot, Rosa oder Gelb bietet. Aber auch das Laub ist interessant gestaltet, denn es ist gefingert bzw. gefiedert: Das Fingerkraut hat seinen deutschen Namen also nicht umsonst erhalten. Mit seinem polsterartigen Wuchs lässt sich die robuste Staude, die auf der ganzen Welt vorkommt, vielseitig verwenden. Die elegante und filigrane Ausstrahlung bereichert dabei jede Gestaltung.

Große Artenvielfalt beim Fingerkraut

Die zur Familie der Rosengewächse gehörende Potentilla umfasst etwa 500 Arten, darunter sowohl einjährige Blumen als auch ausdauernde Stauden und Sträucher. Während früher die Heilwirkung der Fingerkräuter geschätzt wurde, ist heute vor allem die ausdauernde Blüte, die den Garten, die Terrasse oder den Balkon von Juni bis September schmückt, für die Gärtner interessant. So haben bereits einige Hundert Arten Gärten, Kübel und - in Form von Dachbegrünung - sogar einige Dächer erobert.

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Alle Arten zeichnen sich durch die namensgebende Gestaltung der Blätter aus. Werden die niedrig wachsenden Arten nur etwa fünf Zentimeter hoch, erreichen die größeren Arten Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern. Damit sind sie besonders vielseitig einsetzbar und für jeden Bedarf lässt sich die passende Sorte finden. Auch bei den Farben bieten die verschiedenen Wild- und Zuchtsorten viel Auswahl und begeistern Gärtner mit einem zarten, leuchtenden Blütenteppich.

Das Fingerkraut im Garten

Die Potentilla-Arten können mit ihrer eleganten und filigranen Ausstrahlung an halbschattigen Standorten zur Aufhellung der Gesamtgestaltung beitragen. Am besten gedeihen sie jedoch an sonnigen Plätzen. Hier übersteht sie auch trockene Phasen gut und kommt besonders schön zur Geltung.
Das Fingerkraut ist im Garten vielseitig einsetzbar und kann als punktueller Blickfang in Beete oder Kübel gepflanzt werden. Interessant ist aber auch eine flächige Pflanzung als leuchtend blühender Bodendecker oder auch als kleine Hecke bzw. Beetbegrenzung. Aufgrund seiner Trockenheitsresistenz gedeiht das Fingerkraut nicht nur im Steingarten wunderbar, sondern einige Sorten eignen sich sogar für die Dachbegrünung. Gerade die niedrig wachsenden Sorten sind zudem als pflegeleichter und attraktiver Bodendecker beliebt. So bieten die zahlreichen, kleinen Blüten beispielsweise in der Nähe von Rosen einen schönen Blickfang.
Schöne Akzente können Sie mit den vielfältigen Potentilla-Sorten aber auch in Gemischtrabatten mit Ringelblumen, Margeriten und blauem Rittersporn setzen. Darüber hinaus werden Wildsorten als Heilpflanze auch im Kräuterbeet angebaut und gedeiht hier prächtig neben Lavendel, Schafgabe, Nachtkerze und Salbei.

Der passende Standort für das Fingerkraut

Das Fingerkraut liebt sonnige Lagen, gedeiht aber auch im Halbschatten. Optimale Wuchsbedingungen findet die Staude auf einem durchlässigen, kalkarmen Boden. Eine gute Nährstoffversorgung garantiert darüber hinaus eine reiche Blüte. In Bezug auf Wasser ist die beliebte Gartenpflanze dagegen sehr begnügsam und selbst längere Trockenperioden können ihr nichts anhaben.

Die richtige Pflege für die Potentilla-Sorten

Aufgrund ihrer üppigen Blüte benötigt die Staude viele Nährstoffe, die schon vor der Pflanzung in den Boden eingebracht werden sollten. Gleichzeitig sollte das Erdreich dabei gut aufgelockert werden, um den Wasserablauf zu verbessern.

Während die Wildsorten anschließend kaum gegossen und gedüngt werden müssen, sind die Zuchtformen etwas anspruchsvoller und bedürfen mehr Pflege. Aber selbst sie begnügen sich mit einer jährlichen Kompostgabe und mäßigem Gießen nach längerer Trockenheit.

Wichtig ist jedoch bei allen Sorten der Schnitt, der der reich blühenden Staude hilft, nach der Blüte Kraft zu sparen. Gleichzeitig trägt ein Schnitt zur Verjüngung der Pflanze bei. Verblühte und welke Pflanzenteile sollten daher im Herbst vollständig entfernt werden. Ein moderater Rückschnitt alle zwei bis drei Jahre verhindert zudem das Verkahlen der Staude von unten her.
Mithilfe von Stecklingen oder durch die Teilung im Frühjahr können Sie die hübsche Staude auch vermehren und sich so eine besonders lange Freude an der tollen Pflanze sichern.

Die robuste Staude gilt nicht nur als extrem pflegeleicht, sondern ist auch bei bis zu minus 18 °C winterhart und resistent gegen Krankheiten sowie Schädlinge. - Also die perfekte Zierstaude und ein guter Bodendecker für sonnige Lagen!