Wie pflege ich Wolfsmilch (Euphorbia)?

Der strahlende Anblick einer blüte-tragenden Wolfsmilch.
Wolfsmilch - Euphorbia
Wolfsmilch - Euphorbia
Eine riesige Auswahl an verschiedenen Arten und Sorten macht die charmante Wolfsmilch so...
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Der strahlende Anblick einer blüte-tragenden Wolfsmilch.

Die Gattung Wolfsmilch hat etwa 2000 Arten. Abhängig von der Art gehört die Wolfsmilch zu den ein- bis zweijährigen Pflanzen, den Stauden oder zu den Gehölzen. Die Pflanzenfamilie ist diejenige der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Wolfsmilchgewächse kommen in den Tropen, den Subtropen, und in den gemäßigten Breiten von Mitteleuropa und Asien vor. Viele Euphorbia-Arten haben sukkulente Blätter und Stängel, somit können Sie in Regionen, wo es trocken und steinig ist, und auch in Halbwüsten durch die Fähigkeit in Trieb und Stängel Wasser zu speichern, gut überleben.

Eigenschaften und Verwendung von Wolfsmilch

Das Aussehen, der unterschiedlichen Wolfsmilch-Arten und -Sorten ist sehr variabel. Es gibt Wolfsmilchgewächse, die über 150 cm hoch werden und solche die niedrig und zierlich bleiben. Manche erinnern sogar durch ihr Aussehen an Kakteen. Was alle Euphorbia-Arten gemeinsam haben, ist eine lange Blütezeit. Diese kann einige Monate dauern. Auch die Blütenform ist bei der Wolfsmilch sehr prägnant. Sie fällt farblich und von der Form her sehr unterschiedlich aus. Fälschlicherweise werden die farbigen Hochblätter der Wolfsmilch oft mit der eigentlichen - eher unscheinbaren - Blüte verwechselt. Insekten fliegen die Wolfsmilch gerne an. Die Hochblätter können Farben wie Gelb, Orange, Graublau oder Rot haben, dabei können die Blätter in den unterschiedlichsten Grüntönen daherkommen. Die Sorte Euphorbia griffithii 'Fireglow' hat im Mai leuchtende orangene Hochblätter. Der weiße Milchsaft der Euphorbia ist giftig. Er reizt die Haut und kann zu allergischen Reaktionen führen. Insbesondere Kleinkinder und Haustiere sollten mit der Wolfsmilch nicht in Berührung kommen.

Wie in der freien Natur, so müssen Wolfsmilchgewächse auch im Garten ähnliche Bedingungen vorfinden. So findet sich bestimmt für jede Euphorbia die richtige Gartensituation. Haben Sie ein sonniges Beet in einem Steingarten, einen Platz an einer Trockenmauer oder ein Präriebeet, dann eignet sich die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) ideal. Die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) und die Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana) fühlen sich an trockenen Standorten sehr wohl. Eine schöne Kombination mit der Steppen-Wolfsmilch ist die Blauraute (Perovskia atriplicifolia) und die Katzenminze (Nepeta cataria oder racemosa).

HINWEIS: Euphorbia reizt die Haut und kann zu allergischen Reaktionen führen. Insbesondere Kleinkinder und Haustiere sollten mit der Wolfsmilch nicht in Berührung kommen. Reiben Sie sich auf keinen Fall nach dem Kontakt mit der Wolfsmilch die Augen, der Milchsaft kann zu temporärer Erblindung führen!

Welchen Standort und Boden mögen Euphorbia?

Wolfsmilch mag einen sonnigen und warmen Standort. Mit Ausnahme der Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris), mögen Wolfsmilch-Gewächse einen mäßig feuchten und trockenen Boden, der gut durchlässig ist. Die immergrüne Mandel-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) ist bei uns zu Hause. Sie mag auch Plätze im Halbschatten und einen frischen Boden.

Wie schneide ich Wolfsmilch?

Wenn Sie die Wolfsmilch in ein Beet pflanzen, dann sollte der Pflanzabstand 20 bis 50 cm betragen. Immer- und wintergrüne Arten müssen nicht zurückgeschnitten werden. Auch das Laub sommergrüner Euphorbia-Arten sollte oftmals den Winter über stehengelassen werden, damit die Pflanze im Winter einen zusätzlichen Winterschutz hat. Ein Beispiel hierfür ist die Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana ssp. niciciana). Die Wolfsmilch kann am Ende des Winters geteilt werden. Nehmen Sie hierfür ein scharfes Messer, da die Wurzeln oftmals sehr holzig sind. Eine Teilung ist nicht zwingend notwendig, da die Euphorbia von sehr langlebig ist.

TIPP: Egal welche Arbeiten Sie an Euphorbia vornehmen, tragen Sie unbedingt Handschuhe!

Wie dünge ich Wolfsmilch?

Vom Beginn der Wachstumsphase bis zum Ende der Blütezeit sollte die Wolfsmilch alle 4 Wochen mit Kompost und Hornspäne gedüngt werden. Arbeiten Sie die organischen Dünger vorsichtig in das Erdreich ein, ohne die Wurzeln zu verletzen. Nach der Blüte sollte mit dem Düngen aufgehört werden. Die Wolfsmilch beginnt dann, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten!

Wie gieße ich Euphorbia?

Es ist schwierig eine einheitliche Regelung für das Gießen von Euphorbia zu finden, denn die Arten der Gattung wachsen an sehr unterschiedlichen Standorten. Sukkulente Sorten kommen - wie auch der Kaktus - sehr lange ohne Wassergaben aus. Wenn Sie Ihre Euphorbia gießen, dann sollten Sie einmal durchdringend gießen, damit die Staude sich über einen längeren Zeitraum mit Wasser versorgen kann. Auf keinen Fall sollte die Wolfsmilch zu nass stehen. Staunässe und verdichtete Böden ist für alle Wolfsmilchgewächse Gift!

Wie überwintere ich Wolfsmilch?

Wolfsmilch-Gewächse benötigen einen Winterschutz, und sollten keiner direkten Wintersonne ausgesetzt sein. Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) zum Beispiel darf nur bei um die 15°C draußen sein. Wird es kälter muss er rein. Beet-Euphorbia sollten mit Laub und Tannenreisig abgedeckt werden. Ein Kübel mit Wolfsmilch sollte in einem Gewächshaus, einem Wintergarten oder ähnlichem überwintern.

Wie kann Euphorbia vermehrt werden?

In der Regel werden die einzelnen Sorten der Wolfsmilch durch Kopf- oder Triebstecklinge vermehrt. Die bis zu 6 cm langen Stecklinge werden im Frühjahr vermehrt. Nach dem Schnitt müssen die Stecklinge erst in einen Eimer mit lauwarmem Wasser gelegt werden. So kann der Milchsaft ablaufen. Wird dies nicht gemacht, kann der Milchsaft eintrocknen und die Wurzelbildung verhindern. Andere Vermehrungsmethoden sind die Aussaat oder die Teilung. Die Wolfsmilch sät sich auch von selbst weiter aus.

Schädlinge und Krankheiten

Es ist möglich, dass die Wolfsmilch von Echtem Mehltau, Rost, Blattläusen oder der Thripse befallen wird. Da der Milchsaft der Wolfsmilch giftig ist, wird Sie in der Regel von Fressfeinden verschmäht. Rost und Echter Mehltau können durch den Einsatz von Fungiziden in Schach gehalten werden. Natürliche Feinde der Thripse sind die Florfliege, die Schwebfliege, Spinnen und Raubwanzen. Aus diesem Grund kann sich eine Totholzecke im Garten sowie ein Insektenhotel echt lohnen, denn die Nützlinge brauchen Orte, an denen sie sich verkriechen und vermehren können. Blattläuse kann man mit Seifenlauge loswerden.

Arten und Sorten der Wolfsmilch

Einer der bekanntesten Wolfsmilchgewächse ist wohl der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Hochblattfarben. Der Klassiker hat rote Hochblätter, es gibt aber auch Sorten mit weißen, cremefarbenen oder rosa Hochblättern. Die Feuerwolfsmilch (Euphorbia griffithii 'Fireglow') hat leuchtend orangene Hochblätter. Auch die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) lässt sich wunderbar in den Steingarten integrieren. Ihr apart kriechender Wuchs mit den gelben Hochblättchen, die an den Stängelenden sitzen zieht die Augen auf sich. Genauso die Gold-Wolfsmilch (Euphorbia polychroma). Sie bildet hübsche gelbe Kissen. Die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) bringt Mittelmeer-Flair in Ihren Garten!

 

Rotblättrige Wolfsmilch 'Purpurea'
Euphorbia amygdaloides 'Purpurea'

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Mandelblättrige Wolfsmilch
Euphorbia amygdaloides var. robbiae

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Zypressen-Wolfsmilch 'Clarice Howard'
Euphorbia cyp. 'Clarice Howard'

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Zypressen-Wolfsmilch
Euphorbia cyparissias

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Himalaja Wolfsmilch 'Fireglow'
Euphorbia griffithii 'Fireglow'

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Kreuzblättrige Wolfsmilch
Euphorbia lathyris

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Walzen-Wolfsmilch
Euphorbia myrsinites

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Sumpf-Wolfsmilch
Euphorbia palustris

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Gold-Wolfsmilch
Euphorbia polychroma

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Wolfsmilch (Euphorbia)

29.01.2021 12:01 0 Kommentare

 

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