Rutenhirse - Panicum

Rutenhirsen sind aufrechte, locker horstig wachsende Ziergräser, die den Garten vom Sommer bis in den Spätherbst mit ihren filigranen, schleierartigen Blütenständen schmücken. Das ursprünglich aus den Hochgrasprärien Nordamerikas stammende Art begeistert aber auch mit einer intensiven Herbstfärbung, die bei einigen Sorten kupferrot leuchtet. Daher wird die Pflanze aus der Familie der Süßgraser auch als Kupferhirse bezeichnet.
Das robuste und pflegeleichte Ziergras kommt in seiner Heimat bestandsbildend vor, wird bei uns aber auch gern als Solitär oder in Rabatten verwendet. Hier sorgt ihr filigranes Erscheinungsbild für kontrastreiche Effekte. Großflächig gepflanzt bezaubert sie dagegen mit einer schleierartigen Wirkung. Wunderbar kommt sie aber auch in Pflanzgefäßen zur Geltung. In voller Sonne und einem nicht zu trockenen Boden gedeiht die Schnittpflanze besonders gut. Sie verträgt aber auch längere Trocken- oder Nässeperioden.

Große Sortenauswahl

Die Wildform der Rutenhirse kann bis zu 2,5 m in die Höhe wachsen. Züchtungen fallen mit einer Höhe von 60 bis 180 cm dagegen etwas kleiner aus und sind in vielen verschiedenen Farben und Formen verfügbar. So wurden aus der nordamerikanischen Stammform mit ihren rötlichen, runden Halmen Sorten mit grünen oder blau-grünen Blättern, die sich im Herbst leuchtend rot, gelb oder violett verfärben, gezüchtet. Einige Sorten besitzen mit roten Blattspitzen ein besonders faszinierendes Aussehen. So bietet die Rutenhirse im gesamten Jahr einen interessanten Aspekt und bezaubert zunächst mit zarten filigranen, rötlichen Blütenähren, die wie ein Schleier über den Blättern der Pflanze schweben, später dagegen mit einer intensiven Herbstfärbung, die bereits ab Mitte Sommer leuchtende Akzente setzt.

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Der richtige Standort für die Rutenhirse

Die Rutenhirse liebt einen vollsonnigen Platz auf einem trockenen, aber frischen Boden. Die winterharte Pflanze bevorzugt nahrhafte Böden und ist gedeiht dort über viele Jahre hinweg ohne größeren Pflegebedarf.
Um den natürlichen Ausbreitungsdrang der Rutenhirse zu begrenzen, sollten Sie rund um ihre Wurzeln eine Rhizomsperre eingraben. An Gartenteiche pflanzt man sie am besten mit einigem Abstand zum Teichrand.

Verwendung der Rutenhirse

In Nordamerika ist die Rutenhirse als Switchgrass bekannt und ein wichtiges Weidegras der Prärie. Da sie sehr schnell wächst und ihre Wurzeln bis zu 4 m in den Untergrund reichen, wird das Gras auch zum Schutz gegen Bodenerosion genutzt. Die Hauptfutterpflanze der nordamerikanischen Bisons wird übrigens auch als sogenannte C4-Pflanze für Bioethanol sowie für biologisch abbaubare Kunststoffe angebaut.
Etliche Zuchtsorten bereichern aber auch heimische Gärten wunderbar und imponieren als Ziergräser mit ihren filigranen Formen. Sie lassen sich hervorragend als Hintergrundbepflanzung am Gartenteich nutzen, müssen dort aber durch eine Rhizomsperre begrenzt werden, damit die langen Wurzeln die Teichfolie nicht von unten beschädigen.
Kleinere Sorten pflanzt man am besten in Kübel, wo sie ebenfalls gut gedeihen. Die schönen Ziergräser können sie aber auch großflächig verwendet werden und so eine lichte, schleierartige Wirkung entfalten. Tolle Akzente setzen sie zudem in abwechslungsreich gestalteten Sommer- und Herbstrabatten, wo sie mit ihren zarten Blütenständen einen schönen Kontrast zu vielen anderen Gartenpflanzen bildet.
In Kübeln gepflanzt bereichert die Rutenhirse auch Sitzplätze auf Balkon oder Terrasse und verleiht ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz. Je nach Sorte können sie dort auch als Sichtschutz genutzt werden und bereichern mit ihren von Raureif überzogenen Halmen den Garten auch im Winter.

Rutenhirse richtig pflegen

Alle Sorten der Rutenhirse sind robust und pflegeleicht und können mit ihren langen Wurzeln auch längere Trocken- und Hitzeperioden schadlos überstehen. Schließlich sind sie dies von ihrem ursprünglichen Standort in den nordamerikanischen Prärien gewohnt.
Die Halme des Ziergrases lässt man nicht nur wegen ihrer dekorativen Struktur und Farbe bis zum Frühjahr stehen, sondern auch als Schutz für den Horst. So schützen die Halme während der kalten, bei uns häufig nassen Jahreszeit die Pflanze über den Winter hindurch. Im Frühjahr werden die alten Halme schließlich zurückgeschnitten. Dann lässt sich die Rutenhirse auch durch Teilung vermehren.