Heckenkirsche - Lonicera

Mit über 180 Arten bietet die Gattung Lonicera viel Auswahl für den Gärtner. Sowohl Kletterpflanzen, die meist Geißblätter genannt werden, sowie strauchig wachsenden Arten, die meist als Heckenkirschen bekannt sind, gehören zur gleichen Gattung. Den Namen Heckenkirsche verdanken die Pflanzen wohl den charakteristischen Früchten, die sehr dekorativ wirken und im Herbst für einen Blickfang sorgen.
Die Lonicera-Arten kommen auf der gesamten Nordhalbkugel vor und sind vor allem in den gemäßigten Regionen weit verbreitet. Neben den in Mitteleuropa heimischen Arten stammen viele aus China, aber auch in Nordamerika, Nordafrika und Eurasien ist die Gattung häufig anzutreffen. Viele Arten haben heute Gärten und Parkanlagen erobert, auch wenn gerade die Kletterpflanzen nicht ganz einfach zu halten sind. Wegen ihrer Schönheit lohnt sich die Arbeit jedoch. Die Heckenkirsche ist dagegen anspruchsloser.

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Lonicera im Garten

In der Gattung Lonicera finden Gartenliebhaber zahlreiche wunderschöne Kletterpflanzen, die Hauswände, Mauern und abgestorbene Bäume auf tolle Weise begrünen können. Mit der Immergrünen Kriech-Heckenkirsche (Lonicera pileata) steht aber auch Bodendecker-Strauch für unsere Gärten zur Verfügung. Im Gegensatz zu den meist roten Früchten des Geißblattes, strahlen die Früchte dieser Art in einem glänzenden Purpurviolett und sind sehr attraktiv.
Die erbsengroßen Früchte der Geißblätter sind für den Menschen giftig, führen aber erst nach dem Verzehr größerer Mengen zu Vergiftungserscheinungen wir Erbrechen und Durchfall.

Aufgrund der hübschen Früchte wird die Kriech-Heckenkirsche gerne als Zierpflanze in Gärten genutzt. Wunderbar sind aber auch ihre duftenden, kleinen Blüten, die im Mai und Juni erscheinen. Das dunkle, glänzende Blattwerk macht diese Lonicera ebenfalls zu einem attraktiven Bodendecker, der mit seinen langen Zweigen schnell größere Flächen begrünt und auch an Abhängen keine Probleme hat. Nicht umsonst wird die Pflanze auch gern Böschungsmyrte genannt.
Die Vielzahl an Sorten, die zur Auswahl steht, bietet aber auch interessante Pflanzen, die sich für eine niedrige Hecke eignen. Der dichte, aufrechte Wuchs sowie die vielen, immergrünen Triebe sorgen dafür, dass die Kriech-Heckenmyrte das ganze Jahr über eine gute Figur macht und jedem Garten eine angenehme Homogenität verleiht.

Die Ansprüche der Heckenkirsche

Im Gegensatz zu den zur gleichen Gattung gehörenden Kletterpflanzen sind die heckenartig wachsenden Heckenkirschen eher anspruchslos und gedeihen unter jeglichen Lichtverhältnissen: Von sehr schattig bis sehr sonnig verträgt der Bodendecker alle Standorte, aber je weniger direkte Sonne er bekommt, desto geringer wird das Risiko für einen Befall mit Schädlingen. Auch in Bezug auf den Boden stellt er so gut wie keine Ansprüche, solange es sich um einen durchschnittlichen, sauer bis alkalischen Gartenboden handelt. Für ausreichend Feuchtigkeit sollte allerdings gesorgt sein. Außerdem hat sich gezeigt, dass sich die Heckenkirsche insbesondere auf einem nährstoffreichen Boden von ihrer schönsten Seite zeigt.

Die richtige Pflege für die Heckenkirsche

Da dieser Bodendecker bis zu einem Meter hoch und bis zu 2,5 Meter breit werden kann, sollte der Gärtner das Wachstum im Blick behalten und rechtzeitig zurückschneiden, falls eine niedrigere Bepflanzung erwünscht ist. Generell lässt sich dieser Bodendecker gut in Form bringen und kann deshalb auch exzellent für Einfassungen verwendet werden.

Sollte das Wachstum der zwar dekorativen, aber auch giftigen Beeren nicht erwünscht sein, kann direkt nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Ansonsten empfiehlt sich der Spätwinter für einen Formschnitt. Rechtzeitig vor dem neuen Austrieb sollte gründlich ausgelichtet werden. Im Februar oder März wird zudem das gesamte Totholz an der Basis gekappt und erfrorene Triebspitzen eingekürzt.

Zumindest im ersten Jahr sollten junge Heckenkirschen einen Winterschutz bekommen, indem ihre Wurzeln mit Laub oder Reisig abgedeckt werden. Später ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht mehr nötig, denn die Heckenkirsche gilt als gut frosthart und verträgt je nach Sorte Temperaturen von bis zu minus 20 °C. Um in sogenannten Kahlfrostperioden Trocknungsschäden zu vermeiden, sollte auch im Winter an frostfreien Tagen gegossen werden. In Kübeln gepflanzte Sorten sollten einen geschützten Ort an der Hauswand bekommen. Hier übersteht sie die Winterzeit besser und wird Ihnen eine lange Freude als hübscher Bodendecker bereiten.