Kiwi - Actinidia

Die Kiwi - eine tolle Zier- und Obstpflanze

Trotz vieler geeigneter Sorten ist die Kiwi in deutschen Gärten noch nicht allzu verbreitet. Dabei bietet sie gleich drei Pluspunkte, die sie zu einem interessanten Kandidaten für die Gartengestaltung machen. Wer wenig Platz im Garten oder auch nur einen Balkon besitzt, kann mit der Kiwi nicht nur einen schönen Sonnen- oder Sichtschutz erzeugen, sondern auch leckere Früchte ernten. An einem Rankgerüst in sonniger Lage wird Ihnen die Kletterpflanze ein exotisches Flair sowie eine reiche Ernte schenken.

Verschiedene Kiwis für jeden Geschmack

Die aus dem ostasiatischen Raum stammende Familie der Strahlengriffel (Actinidia) wird seit langer Zeit als Zierpflanze genutzt. Das dichte Laubdach, welches die großen, meist rundlichen Blätter der Kiwipflanze erzeugen, bietet im Sommer optimalen Schutz vor Hitze und erzeugt ein wunderbar exotisches Ambiente. Im späten Frühjahr erscheinen zudem die duftenden, weißen bis gelben Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken.

Seite 1 von 1
13 Artikel gefunden, zeige Artikel 1 - 13


Die Arten Actinidia arguta, Actinidia chinensis und Actinidia deliciosa werden aber nicht nur wegen dieser zierenden Eigenschaften angepflanzt, sondern auch als Obstgehölz genutzt. Während die beiden zuletzt genannten Arten die typischen bräunlichen, behaarten Früchte aufweisen, bietet Actinidia arguta zahlreiche interessante Sorten mit kleinen, teilweise roten bis violetten Früchten. Actinidia arguta zeichnet sich aber auch durch eine besondere Frosthärte aus und übersteht als erwachsene Pflanze die stärksten deutschen Winter.

Hauptsächlich zur Zierde wird die buntblättrige Zierkiwi (Actinidia kolomikta) angebaut. Sie besitzt zwar auch kleine, essbare Kiwis, aber nur die männliche Pflanze weißt die weiße bis rosa Panaschierung an den Blättern auf.

Die Kiwi im Garten

Als sommergrüne Kletterpflanze bietet die Kiwi viele Einsatzmöglichkeiten und kann überall dort genutzt werden, wo es genügend Sonne und ein entsprechendes Klettergerüst gibt. So kann sich die Schlingpflanze an Pergolen und Lauben, aber auch an Fassaden oder Sichtschutzwänden hochranken und mit dem üppigen Blattwerk frischen Schatten spenden. Damit Kiwis optimal gedeihen, benötigen sie einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Viele Sorten vertragen keine kalkreichen Böden und bevorzugen leicht saure Pflanzerde.

Die Kiwi richtig pflegen

Aufgrund der großen Blätter und für eine gute Fruchtentwicklung sollten Sie die Kiwi gerade in trockenen Sommern regelmäßig gießen.
Die Fruchtqualität und den Ertrag können Sie zudem mit einem regelmäßigen Schnitt steigern. Dabei schneidet man die Pflanze nach dem Pflanzen auf nur einen Haupttrieb zurück und kürzt diesen ein, um die Verzweigung zu fördern. Später werden die kräftigsten Seitentriebe mit etwa 80 cm Abstand an waagerechten Spanndrähten gebunden.
Im zweiten Jahr bilden diese Triebe wiederum eigene Seitentriebe, die mehrmals auf etwa vier bis sechs Blätter eingekürzt werden sollten. Schließlich entstehen im dritten Jahr die eigentlichen Fruchttriebe, die in den Achseln der ersten Blätter Blütenknospen bilden. Kürzen Sie diese Triebe so, dass nach der letzten Blütenknospe noch drei bis vier Blätter bleiben. Die abgeernteten Fruchttriebe können im Frühjahr entfernt werden und neue, kräftige Jungtriebe ausgewählt werden. Zudem werden alle Triebe oberhalb der Spanndrähte entfernt, damit sie die Fruchttriebe nicht beschatten.

Die gesunden Kiwis

Die Kiwi ist nicht nur eine wunderbare Zierpflanze, sondern bietet im Herbst auch eine reiche Ernte an leckeren Früchten. Während Actinidia chinensis bräunliche, behaarte Kiwis hervorbringen, sind die Kiwis von Actinidia arguta deutlich kleiner. Die stachelbeergroßen Früchte der letzten Art können aber mitsamt ihrer dünnen Schale gegessen werden. Zudem gibt es bei Actinidia arguta nicht nur Kiwis mit dem typischen grünen Fruchtfleisch, sondern auch leckere, rote bis violette Sorten. Doch egal, ob grün oder rot - alle Kiwis besitzen zahlreiche Vitamine, die sie zu echten Vitaminbomben machen. Ein guter Grund mehr, Kiwipflanzen zur Begrünung von Pergolen, Fassaden oder Lauben zu nutzen.