Flammenblume - Phlox

Nicht umsonst ist der Phlox auch als Flammenblume bekannt. Mit seinen leuchtenden Blütendolden, die in vielen verschiedenen Farben zur Auswahl stehen, setzt er im Garten feurige Akzente und ist gleichzeitig überaus pflegeleicht. Der berühmte Gärtner und Züchter Karl Foerster meinte daher, dass ein Garten ohne Phlox "nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer" sei. Besonders in kühleren Lagen gedeiht der Phlox prächtig und bietet mit seiner reichen Arten- und Sortenauswahl das Richtige für kleine Steingärten wie für üppige Rabatten. In den gemäßigten Gebieten werden sie daher fast weltweit als Zierpflanzen geschätzt.

Herkunft und Sortenvielfalt der Flammenblume

Viele Vertreter der Gattung Phlox kommen ursprünglich aus Nordamerika. Einige sind aber auch in Nordasien und Russland verbreitet. Schon im 18. Jahrhundert kamen viele der 27 nordamerikanischen Arten nach Europa und wurden wegen ihrer auffälligen Blüte geschätzt. Dank einer regen Züchtungstätigkeit stehen heute über tausend sommer- und immergrüne Sorten, die den Garten mit roten, violetten, blauen, weißen sowie rosa- und orangefarbenen Blütendolden bereichern, zur Auswahl. Besonders interessant sind dabei Sorten, die eine kontrastierende Mitte vorweisen.

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Mit Größen von bis zu 1,20 m und den großen Blütenbällen, die bei den größeren Sorten meist vom Sommer bis zum Frühherbst blühen, ziehen die Flammenblumen alle Blicke auf sich. Aber auch die flach wachsenden Polster-Phlox-Sorten bieten attraktive Möglichkeiten für die Gartengestaltung und bilden schöne Blütenteppiche, die meist im Frühjahr blühen. Darüber hinaus stehen noch etliche Vor- und Frühsommer-Sorten zur Auswahl, sodass das gesamte Gartenjahr mit reich blühenden Flammenblumen verschönert werden kann. Dank dieser Vielseitigkeit, aber auch wegen der Pflegeleichtigkeit und Schönheit wurde der Phlox 2006 zur Staude des Jahres gekürt.

Der Phlox im Garten

Die Einsatzmöglichkeiten der Flammenblume sind so vielfältig wie ihr Erscheinen. Daher gehört wohl gerade der Hohe Staudenphlox zu den am häufigsten kultivierten Arten in unseren Breitengraden. Während die hohen, aufrecht wachsenden Phlox-Sorten wunderbar in Bauerngärten, Rabatten und Beeten zur Geltung kommen, bereichern Teppich-Flammenblumen Steingärten, Kübeln und sogar Mauerkronen. Auch bei der Grabgestaltung und für die Dachbegrünung werden die pflegeleichten und wintergrünen Polster-Phlox-Sorten gern genutzt. Der schnell wachsende Teppich- oder Polster-Phlox ist zudem auch sehr gut als Bodendecker geeignet und bildet rasch wunderbare Blütenteppiche. Verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben können dabei so verwendet werden, dass sie attraktive Muster zaubern.

Da viele Sorten herrlich duften, begeistert der Phlox nicht nur mit seiner Schönheit, sondern betört auch mit seinem aromatischen Blatt- und Blütenduft. Dies scheint auch für Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten attraktiv zu sein, denn sie nutzen den Phlox gern als Bienenweide. Damit eignet sich der Phlox auch für bienenfreundliche Gestaltungen und garantiert den kleinen Helfern eine reiche Nahrungsquelle.

Schließlich wird der duftende und so wunderschön blühende Phlox auch als Schnittpflanze geschätzt. Gerade die höheren Sorten eignen sich sehr gut für den Schnitt und liefern herrliche Blütendolden für die Vase.

Der richtige Standort für den Phlox

In der Regel lieben die Flammenblumen frische bis feuchte Böden mit einer regelmäßigen Feuchtigkeitsversorgung. Die niedrig wachsenden Teppich-Flammenblumen sind aber deutlich trockenresistenter und gedeihen daher auch auf trockeneren Böden in Steingärten und auf Mauerkronen. Alle Phlox-Sorten benötigen dagegen einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden ohne Staunässe, denn die vertragen sie gar nicht. Zudem lieben die meisten Flammenblumen sonnige Standorte, vertragen meist aber auch halbschattige Lagen.

Die Flammenblume richtig pflegen

An einen geeigneten Standort gepflanzt, wird Ihnen der Phlox viel Freude und kaum Mühe bereiten. Die resistente und winterharte Staude benötigt kaum Pflege. Sie schätzt es allerdings, wenn die Blütenstände nach der Blüte zurückgeschnitten werden, da sie so die Kraft, die sie für die Samenbildung benötigen würde, sparen kann. Diese Kraft kann sie im nächsten Jahr wieder in eine üppige Blütenpracht investieren und wird Ihnen so für den Rückschnitt danken. Durch einen rechtzeitigen Rückschnitt erhöhen Sie außerdem die Chance auf eine zweite Blüte.

Zudem gibt es zwei Tricks, die bei vielen Phlox-Sorten hilft, die Blütezeit zu verlängern: -
  • Trick 1: Schneiden Sie etwa ein Drittel der Blütenansätze zurück, um die Staude dazu anzuregen, in den Blattachseln Nebenblütenstände zu entwickeln. -
  • Trick 2: Kürzen Sie einige der Blütenstiele um ein Drittel ein. Nachdem die verbliebenen Blüten abgeblüht sind, erscheinen so neue Knospen und Sie können die Blütezeit ganz einfach verlängern. Mit etwas Geschick können Sie so eine üppige Blütezeit, die bis in den Herbst reicht, genießen.
Ein Rückschnitt nach der Blüte ist beim Polster-Phlox - wie bei den anderen Sorten - nicht unbedingt nötigt, garantiert aber einen wesentlich dichteren Wuchs. Um die Staude zu verjüngen, können Sie den beginnenden Austrieb im zeitigen Frühjahr kräftig zurückschneiden und der Pflanze so neue Vitalität schenken. Sie wird es Ihnen mit einer üppigen Blüte und einem gesunden Wachstum danken.

In der Regel benötigt die Flammenblume keinen Winterschutz. Allerdings schützt eine Mulchschicht im Sommer nicht nur vor Austrocknung, sondern kann der Staude auch beim Überwintern helfen. In besonders frostgefährdeten Lagen ist zudem eine Abdeckung mit Tannenreisig ratsam. Sie schützt wintergrüne Phlox-Sorten vor gefährlichem Kahlfrost.

Dem Befall mit Mehltau vorbeugen

Leider ist der Phlox meist recht anfällig für den Echten Mehltau. Verschiedene Maßnahmen helfen aber, diese lästige Krankheit zu vermeiden. Zunächst gilt es die Staude nicht zu dicht zu bepflanzen, um eine ausreichende Belüftung zu garantieren. Später sollte darauf geachtet werden, den Boden nicht austrocknen zu lassen. Auch eine stickstoffbetonte Düngung gilt es zu vermeiden. Eine Pflanzenbrühe aus Ackerschachtelhalm wirkt dagegen vorbeugend gegen den Mehltau. Zeigt er sich dennoch, sollten betroffene Pflanzenteile sofort entfernt und entsorgt werden. Bei einem fortgeschrittenen Befall helfen allerdings nur noch entsprechende Fungizide aus dem Gartenfachhandel.

Mit ihrer üppigen Blütenpracht und der einfachen Pflege sollte die Flammenblume wirklich in keinem Sommergarten fehlen. Bei einer guten Planung können Sie die verschiedenen Sorten so einsetzen, dass Sie vom Frühjahr bis zum Herbst stets ein schönes Phlox-Blütenmeer genießen können.