Lampenputzergras - Pennisetum

Die sortenreiche Gattung der Federborstengräser umfasst weit über 80 verschiedene Arten weltweit. Besonders die winterharten Vertreter des dekorativen Ziergrases sind in Mitteleuropa enorm verbreitet und kommen vielerorts in Gärten und auch größeren Parkanlagen zum Einsatz. Mit einer Wuchshöhe von etwa 120 cm und einer Breite von bis zu 1 m ist das auch als Lampenputzergras bekannte Gewächs alles andere als unauffällig. Das lanzettlich geformte Laub der Süßgrasartigen variiert in den Farben hell- bis dunkelgrün. Einige Zuchtsorten warten jedoch auch mit panaschierten Blättern oder einer leuchtend roten Laubpracht auf, wie es bei Pennisetum setaceum 'Sky Rocket'® der Fall ist. Selbst im Herbst muss sich keines der variantenreichen Federborstengräser verstecken. Viele der sommergrünen Zierpflanzen nehmen in dieser Zeit eine goldgelbe bis -braune Färbung an.

Besonders ins Auge stechen auch die langen Blütenstände der Gräser, welche um 5 bis 30 Zentimeter die Laubblätter um ein vielfaches an Länge überragen. Die ährenförmigen Blüten, welche in einer gelbbraunen bis dunkelvioletten Färbung erstrahlen, erinnern entfernt an Lampenputzerbürsten. Ein Umstand, welcher den Pflanzen auch zu ihrem trivialen Namen verhalf. Die Blütezeit beginnt meist erst im Juli und erstreckt sich bis weit in den Oktober hinein.

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Robuste und anspruchslose Schönheiten für den Garten

Die ausdauernd und krautig wachsenden Süßgräser sind ideale Gewächse für begeisterte Hobbygärtner. Mit Ausnahme einer regelmäßigen Wasserversorgung dürfen Pennisetum vollkommen sich selbst überlassen bleiben. Selbst Schnecken und schadhafte Insekten machen einen großen Bogen um die aparten Pflanzen. Abhängig von der Wuchshöhe und -Breite sind die Anforderungen an den Pflanzort relativ gering. Alle Federborstengräser sind wärme- und lichthungrige Gewächse. Nur ein sonniger bis halbschattiger Standort wird von den Ziergräsern akzeptiert. Diese Voraussetzung erfüllen Steingärten und Staudenbeete besonders gut. Hier kann sich das Lampenputzergras optimal entfalten. In Kombination mit anderen Ziergräsern oder blühenden Pflanzen setzt es verträumte Akzente und ist ein interessanter Blickfang. Um schnell Flächen zu bedecken oder gar komplette Bereiche im Garten abzutrennen, lässt sich das Gewächs auch in kleineren Gruppen nebeneinandersetzen. Große Sorten, wie etwa Pennisetum alopecuroides 'Compressum' eignen sich dafür, um kahle Flecken im Garten rasch und dekorativ zu begrünen.

Effektvolle Ziergräser für den Balkon

Der Gestaltungsspielraum des schmückenden Lampenputzergrases macht auch vor sonnigen Balkonen und Terrassen nicht Halt. Ausreichend große Kübel sind notwendig, um den horstartig wachsenden Pflanzen genügend Freiraum zur Entfaltung zu bieten. Richtig drapiert lässt sich durch die Ziergräser ein blickdichter Sichtschutz schaffen. Wie auch im Freiland ist der Wasserbedarf hier abhängig von der Witterung. Damit die Gewächse keinen Schaden erleiden, darf der Wurzelballen nicht austrocknen und keiner stehenden Nässe ausgesetzt sein. Besonders Kübelpflanzen benötigen hierbei etwas mehr Aufmerksamkeit. Eine Drainage aus porösem Material, wie beispielsweise Lavasplitt oder Tonscherben, lässt überschüssiges Gießwasser schneller abfließen. Auch das Angebot an Mineral- und Nährstoffen ist im Gefäß begrenzt. Von April bis Mitte August werden die Gewächse deswegen mit einem Flüssig- oder Langzeitdünger versorgt. Bei Pennisetum im Garten hingegen reicht es aus, wenn im Frühjahr und Spätsommer Kompost ausgebracht wird.

Der Kauf eines speziellen Substrats entfällt, denn die mehrjährigen Pflanzen kommen herkömmlichem Gartenboden problemlos zurecht. Leicht sand- und lehmhaltig, sowie locker und tiefgründig, sollte das Substrat sein. Um eine ideale Basis mit Nährstoffen zu schaffen, wird das Erdreich bereits vor der Pflanzung großzügig mit Humus vermischt.

Dekorativ durch die kalte Jahreszeit

Auch wenn das Lampenputzergras sommergrün ist, so verliert das Gewächs auch im Winter nicht seine faszinierende Pracht. Mit seiner Verfärbung im Herbst stirbt das Laub langsam ab. Um die empfindlichen Wurzeln ausreichend zu schützen, werden die langen Halme zusammengebunden. Besonders wenn an kalten Tagen die grasartigen Blätter mit Reif überzogen sind, bietet sich dem Betrachter ein attraktives, fast schon romantisch wirkendes Bild im tristen Wintergarten. Einige wenige Vertreter von Pennisetum sind frostempfindlich und benötigen einen geschützten Platz zur Überwinterung. Der bodennahe Rückschnitt wird im zeitigen Frühjahr vorgenommen, noch bevor die Pflanzen mit dem Austrieb beginnen.