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Wie pflege ich Fichten (Picea)?

Das frischgrüne Nadelbild der Picea sitchensis 'Silberzwerg'.
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24,95 €
Picea sitchensis 'Silberzwerg'
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Das frischgrüne Nadelbild der Picea sitchensis 'Silberzwerg'.

Fichten gehören der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) an. Sie sind in der Gattung der Nadelgehölze eine der artenreichsten. Sie sind auf der Nordhalbkugel sehr verbreitet und bilden die borealen Nadelwälder. Sowohl in der gemäßigten wie auch in der subpolaren Zone gibt es Vorkommen. Fichten haben sich im Laufe der Evolution sehr gut an die Bedingungen in der Subpolaren Zone angepasst, sodass sie in den gemäßigten Breiten hauptsächlich in Gebirgsregionen vorkommen.

Eigenschaften und Verwendung von Fichten

Der natürliche Wuchs der Fichte ist kegelförmig. Lediglich im Alter zeigen Fichten im Freistand oben in der Krone ein Breitenwachstum. Rotfichten wachsen steil nach oben, während die einzelnen Äste leicht bogig nach unten hängen. Im 19. Jahrhundert wurde die Fichte als wichtigster Forstbaum gehandelt, ohne darauf zu achten, welche Standortansprüche sie hat. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde das Augenmerk mehr auf Mischwälder gelegt, sodass wieder mehr Bäume aufgeforstet wurden, die natürlicherweise in unseren Breiten wachsen - dies sind Vogelkirschen, Bergahorne und vor allem Rotbuchen. In den 70er und den 80er Jahren wurden die Serbische Fichte (Picea omorika) und die Stechfichte (Picea pungens) gerne gepflanzt. Heute sind die Zwergformen beliebter.

Für eine Solitärstellung in großen Gärten, eignen sich die Serbische Fichte (Picea omorika), die Orientalische Fichte (Picea orientalis) und die Mähnenfichte (Picea breweriana). Sehr beliebt sind inzwischen die Zwergformen der Fichte. Sie eignen sich gut für Heide- und Steingärten, zusammen mit Rhododendron, für Staudenbeete, als Grabbepflanzung zusammen mit Rosen oder im Kübel.

Welchen Standort und Boden mögen Picea?

Die Mehrheit der Fichten ist sehr standorttolerant. Sie mögen am liebsten sonnige bis halbschattige Standorte, und der Boden sollte auf keinen Fall zu schwer und tonig sein. Wachsen Fichten auf verdichteten Böden kann es leicht zu Windwurf und Borkenkäferbefall kommen. Am besten vertragen die Serbische und die Stechfichte trockene Standorte. In freier Natur wachsen Fichten häufig an feuchten, und morastigen Standorten. Der pH-Wert des Bodens sollte nicht unter 5 liegen. Optimal ist ein pH-Bereich von 5,5 bis 6,5 (leicht sauer).

HINWEIS: Achten Sie darauf, dass die herabfallenden Nadeln der Fichte den Boden nicht zu sauer werden lassen, denn sie haben einen sehr hohen Gehalt an Huminsäuren und zersetzten sich bei einem pH-Wert von 4 und niedriger. Um den pH-Wert zu erhöhen, können Sie eine Kalkung vornehmen.

Wie schneide ich Fichten?

Geschnitten werden sollte die Fichte in der Regel nicht, denn sie treibt am alten Holz nicht mehr aus. Kappen Sie auf keinen Fall den Leittrieb. Fehlt er, beeinflusst dies stark die malerische Gestalt der Fichte. Wenn die Spitze aus irgendwelchen Gründen fehlt, dann können Sie einen der jungen obersten Seitenäste nach oben erziehen.

Wie dünge ich Fichten?

In der Regel benötigen Nadelbäume bzw. Fichten keine extra Düngergaben. Einzig bei der Pflanzung kann reifer Kompost und Hornspäne in das Pflanzloch gegeben werden. Es gibt aber im Fachhandel Nadelbaum- bzw. Koniferendünger, der im Frühjahr verabreicht werden kann. Allerdings wäre ein Bodentest ratsam, denn es kommt nicht selten vor, dass die Pflanzen überdüngt sind. Es gibt staatliche Untersuchungsstellen, die der Landwirtschaftskammer untergeordnet sind. Wird ein akuter Mangel nachgewiesen, kann gedüngt werden. Bei Magnesiummangel kann mit Bittersalz gedüngt werden. Auch der pH-Wert kann ein Problem werden. Einen pH-Test können Sie in jeder Apotheke bekommen. Ist der pH-Wert zu niedrig, muss gekalkt werden.

Wie gieße ich Fichten?

Fichten sind sehr pflegeleicht. Wichtig ist es, die Fichte regelmäßig zu gießen, damit der Boden nicht austrocknet, denn durch Wassermangel sind die Nadelgehölze anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

Wie überwintere ich Picea?

Fichten sind sehr winterhart und benötigen in der Regel keinen extra Winterschutz. Haben Sie jedoch eine Fichte im Kübel, dann sollten Sie regelmäßig gießen. Achten Sie im Winter an frostfreien Tagen darauf, ab und an zu gießen. Wenn Sie in einer kälteren Region leben, sollte der Kübel an einen geschützten Ort auf einen Holz- oder Styroporplatte gestellt werden. Der Topfballen sollte nicht komplett durchfrieren, da die Pflanze sonst zu vertrocknen droht.

Wie kann Picea vermehrt werden?

Wildarten der Fichte kann man unkompliziert durch Aussaat vermehren. Nehmen Sie die zu Boden gefallenen Zapfen, und lösen Sie die Samen heraus. Lassen Sie sie einige Tage trocknen. Nun werden sie bis März luftig, kühl und dunkel aufbewahrt. Bevor Sie dann im März mit der Aussaat beginnen, müssen die Samen - am besten in einem Folienbeutel, der mit feuchtem Sand gefüllt ist - 48 Stunden quellen. Schließlich werden die Samen in einer mit Erde befüllten Anzuchtschale verteilt und leicht mit Erde bedeckt. Die Vermehrung von Zwergfichten durch Stecklinge gelingt lediglich, wenn Sie ein Gewächshaus mit Bodenheizung und Vermehrungsfolie haben. Entnehmen Sie hierfür im Spätsommer von der Mutterpflanze diesjährige Triebe. Diese schneiden Sie dann zu Stecklingen, mit einer Länge von etwa 5 cm. Der untere Teil des Stecklings wird entlaubt und in die Anzuchtplatte gesteckt. Halten Sie die Luftfeuchtigkeit auf knapp 100% und lüften Sie regelmäßig. Fichten mit größerem Höhenwachstum, aber auch Wildarten werden durch Veredlung vermehrt. Die Methode heißt "seitliches Anplatten mit kurzer Gegenzunge". Die Edelreiser der zu veredelnden Sorte werden auf 3- bis 4-jährige getopfte Sämlinge der Rotfichte (Picea abies) vermehrt. Für Veredelungen benötigt man ein Gewächshaus.

Schädlinge und Krankheiten

Der am häufigsten auftretende Schädling, ist die Sitkafichtenlaus. Im Gegensatz zur Blattlaus, ist die Sitkafichtenlaus auch im Winter aktiv. Sie hat rote Augen. Ist eine Fichte befallen, lässt sie die Nadeln fallen. Gegen die Sitkafichtenlaus gibt es Präparate auf Rapsbasis, die in 2-wöchigen Abständen öfter aufgetragen werden müssen. Besprühen Sie die betroffenen Zweige von oben und unten. Sollten die Nadeln ihrer Fichte braun werden und abfallen, kann Magnesiummangel die Ursache sein. Düngen Sie die Pflanze mit Bittersalz - einem Magnesiumdünger.

Arten und Sorten der Fichte

Inzwischen sind einige Neuheiten auf dem Markt, die die Fichte zu einem gern gesehenen Gartengewächs machen. Langsam wachsende Fichten sind die Fichte 'Will's Zwerg' (Picea abies 'Will's Zwerg'), die Blaue Zuckerhut-Fichte 'Blue Wonder' (Picea glauca 'Blue Wonder'), die Zuckerhutfichte (Picea glauca 'Conica'), die Mini-Zuckerhutfichte (Picea glauca 'Zuckerhut'), die Omorika-Zwergfichte (Picea omorika 'Nana'), die Serbische Kegel-Fichte (Picea omorika 'Zuckerhut'), die Orientalische Gold-Fichte (Picea orientalis 'Aurea'), die Blaue Zwerg-Stechfichte (Picea pungens 'Glauca Globosa'), die Säulen-Silberfichte (Picea pungens 'Iseli Fastigiate'), die Zapfenfichte 'Lucky Strike' (Picea pungens 'Lucky Strike') und die Zwerg-Sitka-Fichte (Picea sitchensis 'Silberzwerg'). Sie alle eignen sich auch für kleinere Gärten und warten mit sehr unterschiedlichen Nadelfarben und -kleidern auf.

Fichte (Picea)

09.12.2020 08:29 0 Kommentare

 

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