Pampasgras - Cortaderia

Die triviale Bezeichnung "Pampasgras" wird der robusten Pflanze mit den charakteristischen Blütenrispen keineswegs gerecht. Das pflegeleichte Gewächs gehört zur artenreichen Familie der Süßgräser. Cortaderia ist mehrjährig und immergrün, gleichzeitig stellt es nur sehr geringe Anforderungen an passionierte Hobbygärtner. Mit einer imposanten Höhe von weit über 250 cm ist die aus Südamerika stammende Schönheit alles andere als unauffällig. Bereits seit vielen Jahren erfreut sich diese Zierpflanze in Mitteleuropa wachsender Beliebtheit, wozu besonders die zahlreichen Zuchtsorten mit ihren verschiedenen Wuchshöhen und Blütenfarben beitragen.

Die besondere Pflanze für Liebhaber

Eine beeindruckende Größe, federartige Blütenrispen sowie ein scharfkantiges Laub offenbaren den Betrachter auf dem ersten Blick, um welche Ziergras-Art es sich handelt. Pampasgras ist eine spät blühende Pflanze. Erst im Spätsommer bilden sich die langen Blütenähren aus, welche das Laub dabei um ein vielfaches an Länge überragen. Die Farbe der Blüte ist sortenabhängig. Während Cortaderia selloana 'Citaro' durch eine hellgelbe Färbung besticht, überzeugt Cortaderia selloana 'Sunningdale Silver' durch eine silbrig-weiße Blütenpracht. Besonders eindrucksvoll zeigen sich auch die rosafarbenen Blütenstände vom Pampasgras 'Pink Feather'. Beeinflusst von der Witterung, bleibt die vielfarbige Zierde häufig bis in den Winter hinein erhalten.

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Das Pampasgras lässt sich vielseitig zur Gestaltung des eigenen Gartens verwenden. Die enorme Wuchshöhe und -Breite macht beispielsweise einen ganzjährigen Einsatz als dekorativer Sichtschutz möglich. Besonders wohl fühlt sich das Ziergras im hellen Steingarten. Hier füllt es kahle Stellen rasch aus und entwickelt sich schnell zum Highlight der alpinen Landschaft. Im Staudenbeet lässt sich Cortaderia mit anderen Ziergräsern kombinieren. Ein Mindestabstand von etwa 1 m sorgt dabei dafür, dass sich die einzelnen Gewächse optimal entwickeln können und keinen Konkurrenzkampf um Wasser und Sonnenlicht gegeneinander antreten. Die größeren Pampasgras-Sorten eignen sich zur Abgrenzung einzelner Bereiche. So verschwindet der triste Geräteschuppen oder der hintere Bereich des Gartens hinter dem immergrünen Blattwerk.

Faszinierende Pracht für den Balkon

Selbst wenn kein Garten für die Kultivierung der Ziergräser zur Verfügung steht, stört das die scharfblättrige Pflanze wenig. Denn große Gefäße reichen aus, damit Cortaderia auch auf den Balkon oder Terrassen sich ganzjährig kultivieren lässt. Weil das Angebot an Wasser und Nährstoffen im Kübel begrenzt ist, dürfen diese Gewächse keinesfalls sich selbst überlassen bleiben. Natürliche Vorkommen von Cortaderia sind in subtropischen Grassteppen anzutreffen. Mit kurzzeitiger Trockenheit kommen die Pflanzen zurecht. Um so empfindlicher reagieren Pampasgräser dafür aber auf stehende Nässe. Zur Vorbeugung wird dafür bei Kübelpflanzen eine Drainage aus porösem Material angelegt. Im Freiland reicht es aus, wenn der Boden regelmäßig gemulcht oder aber mit feinen Kieselsteinen dauerhaft aufgelockert wird. Mit herkömmlicher Gartenerde hat das Pampasgras keine Probleme, sofern das Substrat nährstoffreich ist. Im Garten selbst kann der Boden zwei Mal jährlich mit Kompost gedüngt werden. Ziergräser im Gefäß sind allerdings auf eine regelmäßige Versorgung mit einem Flüssig- oder Langzeitdünger angewiesen.

Unabhängig von der Art der Pflanzung benötigen die Gewächse direktes Sonnenlicht und Wärme. Ein Standort im Halbschatten im lichten Halbschatten wird toleriert, zu schattige Plätze kommen für die subtropischen Gräser aber keineswegs infrage. Bei einem kümmernden Wuchs und einer minimalen Blütenausbildung liegt die Ursache meist an einem zu dunkel gewählten Standort.

Aparte Gewächse für den Winter

Selbst in der kalten Jahreszeit bieten die Ziergräser durch ihr langes Laub einen schönen Anblick in der grauen Gartenlandschaft. Besonders faszinierend, wenn Reif die oberirdischen Pflanzenteile im Sonnenlicht zum Glitzern bringt. Nasskalte Temperaturen können den empfindlichen, flach im Erdreich verlaufenden Wurzelwerk der Cortaderia jedoch Schaden zufügen. Viele Pampasgras-Sorten sind winterhart, benötigen aber dennoch einige Schutzmaßnahmen. Das lange, häufig stark gebogene Laub der Pflanzen wird zum Winterbeginn deswegen mit einer Sisalschnur zusammengebunden. Eine ausgebrachte Schicht aus Rindenmulch sorgt ebenfalls dafür, dass der Frost den Gewächsen nicht gefährlich werden kann. Zeitgleich versorgt das Material durch seine langsame Zersetzung den Boden mit wichtigen Nähr- und Mineralstoffen. Der Rückschnitt des Pampasgrases erfolgt erst im zeitigen Frühjahr. Die exotischen Pflanzen sind auch ein beliebter und lang haltender Vasenschmuck. Dafür können ganzjährig einzelne Blätter oder Blüten geschnitten werden.