Nützlinge – mit kleinen Helfern den Garten nachhaltig stärken

Es summt im Garten vor sich hin, die Vögel zwitschern und vielleicht entdeckt man ja während der Dämmerungszeit einen Igel, der sich durch das Laub bewegt. Ein Garten voller Nützlinge bringt nicht nur seinen ganz eigenen Charme mit sich, sondern ist auch in vielerlei Hinsicht super praktisch.

Welche Nützlinge es gibt und wie du ihnen in deinem Garten das perfekte Zuhause schaffst, erfährst du hier!

Warum du Nützlinge im Garten fördern solltest:

  • Nützlinge vertreiben Schädlinge! Durch ihren Appetit auf Schädlinge wird die Ausbreitung der unerwünschten und schadenanrichtenden Eindringlinge eingegrenzt.
  • Ein naturfreundlicher Garten ohne Pestizide. Nicht nur Schädlinge werden vertrieben, auch Pilzkrankheiten werden vorgebeugt. Dadurch kann auf den Einsatz von chemischen Mitteln verzichtet werden.
  • Bestäuber fördern eine reichliche und saftige Ernte. Haben auch Obstgehölze in deinem Garten ein Zuhause gefunden? Dann freuen diese sich über die Bestäubung der kleinen Flieger und zur Belohnung gibt es eine große Anzahl an leckeren und gesunden Früchten.
  • Weniger Gartenarbeit – mehr Zeit zum Genießen. Die kleinen Wesen nehmen uns durch die Schädlingsbekämpfung und anderen nützlichen Eigenschaften viel Arbeit ab. Dadurch bleibt mehr Zeit, es sich im eigenen Garten gemütlich zu machen und dort vom stressigen Alltag zur Ruhe zu kommen.

Nützlinge und ihre Vorteile im Überblick

Der Marienkäfer – ein Glücksbringer im Garten

Marienkäfer auf einer Gänseblümchenblume

Marienkäfer auf einer Gänseblümchenblume

Der kleine Nützling mit seinen roten Flügeln und den schwarzen Punkten ist gleich aus mehreren Gründen ein beliebter Gast in der Gartenwelt. Sein wohl größter Pluspunkt liegt in seinem Appetit auf Blattläuse. Dies sind nur wenige Millimeter große Schädlinge, welche den Pflanzen den zuckerhaltigen Pflanzensaft entziehen und Überträger von Viruskrankheiten sein können. Der Marienkäfer verspeist an einem einzigen Tag bis zu 150 der unwillkommenen Besucher. Auch schädliche Schildläuse, Fransenflügler und Spinnmilben gehören zu seinem Speiseplan.

Einige der über 70 verschiedenen Marienkäferarten hier in Deutschland fressen echten Mehltau – eine Pilzkrankheit, die sich anhand eines weißen Teppichs an der Blattoberseite erkennen lässt. Somit halten Marienkäfer die Pflanzen dauerhaft und nachhaltig gesund.

Um den Nützlingen im eigenen Garten einen idealen Lebensraum zu schaffen, sollte dieser sehr naturnah gestaltet sein. Zwischen einer vielfältigen Auswahl an Pflanzen und dicht bewachsenen Plätzen fühlt der Marienkäfer sich besonders wohl. Am liebsten hat er Gewächse, wie Dill, Schnittlauch, Fenchel, Kamille, Klatschmohn, Ringelblume, Löwenzahn und Lupinen. Volle Blüten sind ebenfalls ein wahrer Magnet für die bunten Flieger. Auf Einöden, wie große Rasenflächen oder Schottergärten sollte hingegen verzichtet werden.

Auch mit einem Angebot an Winterquartieren kannst du die kleinen Helfer tatkräftig unterstützen. Das im Herbst abfallende Laub dient beispielsweise als gute Unterschlupfsmöglichkeit. Lass das bunte Blattwerk also einfach liegen oder hake es zu einem dichten Haufen zusammen. Ebenfalls können zur Überwinterung Insektenhotels im Garten platziert werden.

Die Florfliege – ein (fast) unsichtbarer Held

Die Florfliege auf einer Kamillenblüte

Die Florfliege auf einer Kamillenblüte

Die Florfliege ist durch ihre winzige Größe und ihre fast durchsichtigen Flügel auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Aber bei genauerem Hinsehen stellt man schnell fest, wie nützlich die Netzflügler eigentlich sind. Ähnlich wie bei den Marienkäfern, ernähren sie sich von Blattläusen, Spinnmilben, Fransenflüglern sowie zusätzlich Raupen. Dabei ist besonders ihre große Anzahl beachtenswert, denn allein ein Weibchen legt übers Jahr hinweg bis zu 1.050 Eier. Jede einzelne der hungrigen, jungen Larven verspeist pro Jahr bis zu 450 Pflanzenschädlinge.

Um Florfliegen in den eigenen Garten zu locken, ist das Anpflanzen von Katzenminze eine gute Option. Die Nützlinge lieben die ausgehenden Duftstoffe des Gewächses.

Damit sie auch über die kalten Monate vor Ort bleiben, ist es wichtig ihnen einen trockenen und windgeschützten Unterschlupf zu bieten. Geeignet ist dafür z.B. ein Insektenhotel. Ebenfalls eignet sich ein rot gestrichener Kasten gefüllt mit Materialien, wie Zapfen, Weizenstreu oder Holzspänen. Wer Spaß am Basteln hat, kann dieser auch schnell und einfach selbst bauen.

Bienen und Hummeln – unverzichtbare Bestäuber für die Natur

Eine Biene mit Pollen-Höschen

Eine Biene mit Pollen-Höschen

Bei der für unser Ökosystem überlebenswichtigen Bestäubung von Pflanzen spielen Bienen und Hummeln eine besonders große Rolle. Allein die Biene übernimmt fast 80 % der Bestäubung aller Blühpflanzen. Die Hummel hingegen hat den Vorteil, dass sie mit ihrem langen Rüssel den Nektar aus tieferen Teilen der Blüte beziehen kann.

Im eigenen Garten sollten die summenden Flieger also immer willkommen geheißen werden. Durch ihre Bestäubung reifen z.B. die Früchte von Obstgehölzen besser heran. Das bringt wiederum den Vorteil, dass für viele andere Tierarten, wie beispielsweise Vögel, eine wichtige Nahrungsgrundlage geschaffen wird.

In einem Garten mit vielen heimischen Pflanzen fühlen sich die Insekten besonders wohl. Eine riesige Auswahl an Gewächsen, über die sich Bienen und Hummeln freuen, findest du in unserer Kategorie Bienen- und Insektenfreundliche Pflanzen.

Der Regenwurm – ein geschätzter Freund aus dem Erdreich

Ein Regenwurm der auf frischer Erde liegt

Ein Regenwurm

Nicht nur über der Bodenoberfläche unterstützen uns die Nützlinge bei der Gartenarbeit, auch im Erdreich gibt es einen besonders fleißigen Helfer. Fast ununterbrochen schlängelt sich der Regenwurm durch die verschiedenen Bodenschichten. Die positiven Folgen seiner pausenlosen Arbeit: aufgelockerte Erde, gute Bodendurchlüftung, keine Staunässe und bessere Verteilung der Nährstoffe.

Regenwürmer als Mitbewohner im eigenen Beet sind somit besonders wertvoll. Am liebsten halten sie sich in feuchten und lockeren Böden auf. Um die nützlichen Lebewesen anzulocken, müssen also die idealen Bedingungen geschaffen werden. Das gelingt z.B. durch das Einarbeiten von Kompost in den Boden, da dadurch die Humusbildung gefördert wird. Neben den Regenwürmern freuen sich auch die Pflanzen sehr darüber.

Als weitere Möglichkeit empfiehlt es sich, den Boden zu Mulchen. Hierbei wird der Boden mit einer Schicht aus nachhaltigen Materialien, wie beispielsweise Stroh, Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel, bedeckt. Durch die Mulchdecke kann Feuchtigkeit in den Erdschichten besser gespeichert werden und der Humusanteil wird erhöht.

Vögel – hungrige Flieger auf Insektenjagd

Ein Vogel

Ein Vogel

So ein Aufenthalt im Garten ist doch gleich viel schöner mit entspanntem Vogelgezwitscher im Hintergrund. Und zusätzlich sind die Flieger sogar noch super nützlich. Ganz vorne mit dabei: die Meise. Auf ihrem Speiseplan bevorzugt sie allerlei Insekten und besonders der Nachwuchs hat großen Hunger. Bereits in ihren ersten Lebenswochen verschlingen die Jungvögel mehr als 10.000 Blattläuse, Asseln, Wanzen, Raupen und andere Pflanzenschädlinge.

Damit die Vögel von kurzweiligen Gästen zu bleibenden Bewohnern werden, solltest du ihnen verschiedene Brutplätze zur Verfügung stellen. Hierfür bieten sich z.B. Nistkästen an oder aber auch die Pflanzung von dichtwachsenden Sträuchern und Bäumen, wo sich die Vögel ein ruhiges Plätzchen suchen können.

Ebenfalls freuen sich die Piepmätze über ein zusätzliches Angebot an Nahrungsquellen. Mit der Pflanzung von Vogelnährgehölzen und Obstgehölzen sowie dem Anbringen von Futterknödeln im Winter unterstützt du die zwitschernden Nützlinge sehr.

Der Igel – ein nachtaktiver Schneckenbekämpfer

Ein Igel im laub

Ein Igel im Laub

Ein weiterer Nützling im Garten ist der Igel. Zu seinen Mahlzeiten frisst er neben vielen verschiedenen Insekten gerne Schnecken. Die schleimigen Weichtiere haben einerseits eine nützliche Funktion im Garten, indem sie abgestorbene Pflanzenreste und tote Tierchen verspeisen, gelten gleichzeitig aber auch durch ihren Appetit auf z.B. Blumen und Salate als Schädlinge. Der Igel vertreibt die Schnecken zwar nicht gänzlich aus den Beeten, hält sie aber in ihrer Ausbreitung im Schach.

Der stachelige Gartenhelfer fühlt sich am wohlsten an geschützten Plätzen. Diese kannst du ihm durch Laubhaufen, dichte Hecken, Holzstapel oder geschichtetem Totholz ermöglichen.

Auch über Angebote von Wasserstellen, wie kleine Trinkschalen oder einen niedrigen Teich, freut sich der Igel sehr in seinem Lebensraum.


Neben den hier vorgestellten Nützlingen gibt es noch viele weitere fleißige Helfer im Garten. Dazu zählen z.B. Schlupfwespen, Schwebfliegen, Laufkäfer oder Ohrenkneifer. Sie alle freuen sich über einen naturnah gestalteten Garten mit einer vielfältigen Auswahl an heimischen Pflanzen.

Häufige Fragen zu Nützlingen

Welche Nützlinge helfen gegen Blattläuse?

Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen, Gallfliegen, Schwebfliegen, Ohrenkneifer und Vögel verspeisen die pflanzenschädlichen Blattläuse.

Welche Pflanzen ziehen Nützlinge an?
Welche Schädlinge können durch Nützlinge im Garten bekämpft werden?

Fazit:

Weniger Schädlinge und gesündere Pflanzen ganz ohne Pestizide – Nützlinge nehmen uns viel Arbeit ab und stärken nachhaltig die Gartenstrukturen. Daher lohnt es sich bei der Gestaltung des Grundstücks, durch Gehölzstreifen, Hecken, Insektenhotels, Nistkästen, einem kleinen Teich oder vielen weiteren Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse der tierischen Helfer Rücksicht zu nehmen, damit diese sich wohlfühlen und ein neues zuhause finden.

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zu Klampen OHG 18.07.2023, 10:19 / Neuigkeiten Nützliches 0 Kommentare
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