Astern - Aster

Die sorten- und artenreichen Astern verwandeln Ihren Garten das ganze Jahr über in ein wahres Blumenmeer. Von dunklen Lavendeltönen, über Purpur und Rosa bis hin zu silbrig Weiß blühen die Pflanzen in unserem Garten. Im Mai läutet die Frühlingsaster die Astern-Saison ein, im Juli beginnt die Sommeraster zu blühen und bis in den Spätherbst können Sie sich an der Herbstaster erfreuen. Wegen ihrer ungewöhnlich späten Blütezeit sind die Herbstastern am bekanntesten. Die wunderschöne romantische Farbenvielfalt lockt nicht nur Hobbygärtner zum Verweilen ein, auch heimische Insekten wie Schmetterlinge, Bienen und Hummeln können sich über die reiche Blüte freuen und sich an ihrem Nektar laben.

Verwendung der Astern

Da die Astern unterschiedlich wachsen, können sie verschieden eingesetzt werden. Niedrig wachsende Sorten eignen sich deshalb hervorragend als Bodendecker, als blühende Beet Einfassung, zur Grabbepflanzung und für Pflanzgefäße. Insekten erfreuen sich im Herbst an den spätblühenden Astern und nutzen diese als Nahrungsquelle. Herbstastern eignen sich sehr gut zum Pflanzen in naturnahen Gärten und sind auch in Prachtstaudenbeeten ein Hingucker.

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Astern richtig pflanzen

Damit sich im Frühjahr die schönen Blüten der Astern zeigen können, sollten die Frühlingsastern bereits im Herbst gepflanzt werden. Damit die Astern bis zum Winter ihre Wurzeln noch richtig ausbreiten können, sollte darauf geachtet werden, dass man frühzeitig im Herbst mit dem Pflanzen beginnt. Die optimale Pflanzzeit der Sommerastern und Herbstastern ist hingegen im Frühjahr. Bei der Pflanzung sollte darauf geachtet werden, dass die Astern nicht tiefer als im Topf gesetzt werden.

Die richtige Standortwahl

Für die meisten Astern sind sonnig-warme Standorte am besten geeignet. Es gibt jedoch Ausnahmen. Die Wild-Astern (Aster divaricatus, Aster macrophyllus) sind auch hervorragend für schattige Plätze geeignet. An das Substrat stellen die Pflanzen keine großen Ansprüche. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Boden locker, gut durchlässig und nährstoffreich ist.

Die richtige Pflege

Da Astern sehr pflegeleicht sind, sind sie hervorragend für Anfänger geeignet. Die Pflanzen sollten bei anhaltender Trockenheit und vor dem Einsetzen der Blüte gegossen werden. Auch Astern im Kübel sollten reichlich gewässert werden. Die Pflanzen mögen keine trockene Erde. Halten Sie daher das Substrat stets feucht. Zum Gießen ist Regenwasser oder kalkfreies Wasser bestens geeignet.

Astern schneiden

Astern wachsen stark und neigen dazu sich zu großen Büschen zu entwickeln. Möchten Sie die Pflanze klein halten, sollten Sie die Astern regelmäßig schneiden. Die richtige Jahreszeit dafür ist das Frühjahr, wenn die Blumen den Sommer zum Erholen vor sich haben. Die Pflanzteile sollten in Bodennähe gekürzt werden. Alle 3 bis 4 Jahre sollte sie Ihre Astern verjüngen. Dies tun Sie, indem Sie verholzte und alte Pflanzteile vollständig abtrennen. Ein regelmäßiges Auslichten der verblühten Blumenköpfchen sorgt für eine schöne Fülle der Blüte.

Astern vermehren

Bei der Vermehrung von Astern stehen Ihnen verschiede Möglichkeiten zur Verfügung. Am gängigsten ist die Vermehrung durch Teilung, da sich die Pflanze schnell ausbreitet und dementsprechend beschnitten oder geteilt werden muss. Die Teilung erfolgt nach der Blüte. Bei den Frühlingsastern fällt es somit in die Sommermonate. Dazu nimmt man das Büschel vorsichtig aus der Erde heraus und teilt es mit Hilfe eines scharfen Messers in mehrere Teilstücke. Es ist darauf zu achten, dass jedes Teilstück mit 1 bis 2 gesunden, jungen Blattbüschel versehen ist. Verletzte Wurzeln sollten abgeschnitten werden. Die Mutterpflanze wird an gleicher Stelle wiedereingesetzt, während die abgetrennten Teilstücke an einen anderen Ort eingesetzt werden. Außerdem können Sie Setzlinge verwenden, um die Astern zu vermehren. Diese werden in etwa 10 Zentimeter langen Trieben von der Mutterpflanze abgeschnitten, von den unteren Blättern entfernt und in ein Gefäß mit Substrat gesteckt. Gut geeignet ist eine Mischung aus Erde und Sand. Bei hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen die Astern besonders schnell.

Astern düngen

Natürlicher Dünger wie Kompost versorgt die Staude mit allen notwendigen Nährstoffen. Mit Kompost werden freistehende Astern im Frühjahr und Herbst versorg. Astern im Kübel sollten von Mai bis August alle zwei Wochen mit einem phosphorreichen Dünger gedüngt werden. Bei dessen Anwendung sollte die Anweisung des Herstellers befolgt werden.

Astern im Winter schützen

Die meisten Astern-Sorten sind winterhart. Nur wenige Ausnahmen sind empfindlicher was Frost betrifft. Zur Vorsorge sollten Sie dennoch Ihre Astern im Winter schützen, indem Sie die Staude mit Komposterde abdecken. Dies ist nicht nur ein guter Winterschutz für die Pflanzen, sondern eine zusätzliche Düngung.

Krankheiten und Schädlinge

Eine bekannte Krankheit unter den Stauden ist die Asternwelke. Sie äußert sich in der bräunlichen Verfärbung des Laubes. Hierfür ist ein Pilz (Verticillium) schuldig. Die einzige Möglichkeit, die Pflanze zu retten ist, sie auszugraben und für mindestens 7 Jahre nicht wieder an der betroffenen Stelle zu setzen, sondern sie an anderen wechselnden Standorten im Garten zu pflanzen. Da der Pilz nicht auf andere Stauden übergreift, können Sie die Lücke mit einer Ersatzpflanzung gestalten. Die Blüten und Stängel der betroffenen Aster müssen sehr kurz zurückgeschnitten werden und über den Hausmüll (nicht Kompost) entsorgt werden.

Eine weitere Krankheit ist der Echte Mehltau. Der aggressive Pilz befällt nicht nur Astern, sondern auch Apfelbäume, Rosen und weitere Pflanzen. Zu dichtes Setzen oder überdüngen der Pflanzen steigern die Anfälligkeit für diese Krankheit. Man erkennt ihn an dem Mehl ähnlichen Belag auf Blättern, Stängel und Blüten. Betroffene Triebe müssen vollständig zurückgeschnitten werden. Eine Ausbreitung der Krankheit auf weiter Pflanzen im ganzen Garten ist durch den Humus möglich. Daher sollten die betroffenen Triebe keinesfalls über den Kompost entsorgt werden, sondern über den Hausmüll. Ausschließlich Fungizide aus dem Fachhandel bekämpfen den Echten Mehltau dauerhaft. Zur Vorbeugung hilft das Sprühen von Ackerschachtelhalmtee.

Schädlinge bekämpfen

Mit dem Befall von Schädlingen ist die Aster nur selten betroffen. In erster Linie findet man Blattläuse und Schnecken bei den Pflanzen. Blattläuse sind am Einfachsten mit kaltem Wasser aus dem Gartenschlauch zu entfernen. Sie lassen sich somit einfach herunter spülen. Ebenfalls sehr effektiv gegen die saugenden Plagegeister ist das Spritzen von Brennesseljauche. Um Astern vor Schneckenfraß zu schützen, sollten Sie Nachbarpflanzen wie Thymian oder Eisenhut und Akelei pflanzen. Diese werden von den Schnecken gemieden. Die einfachste Variante gegen diese Tiere ist das Absammeln von Hand am späten Abend. Eine weitere Alternative sind Schneckenzäune oder Schneckenkorn. Diese halten die gefräßigen Tiere ebenfalls fern.