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Pflanzen gegen Katzen

05.12.2017 10:00 0 Kommentare

Zweifelsfrei sind Katzen possierliche Tierchen, doch es ist nachvollziehbar, wenn Sie nicht darüber erfreut sind, das die Freigänger-Samtpfoten der Nachbarschaft sich in Ihrem Garten herumtummeln. Die Gründe, warum Menschen die samtigen Stubentiger ungerne auf dem eigenen Grundstück oder im Schrebergarten sehen wollen, sind vielfältig. Sei es, weil die streunenden Vierbeiner ihren Kot und Urin in Blumenbeet, Gemüsebeet oder Salatbeet absetzen, weil sich Katzen nachts lautstarke Kämpfe unter dem Schlafzimmerfenster liefern oder, weil verlorene Katzenhaare Allergikern das Leben schwer machen.

Sind Sie in irgendeiner Weise vom Katzenbesuch im Garten betroffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die unerwünschten Gäste im Garten vertreiben können, ohne den Tieren zu schaden. Am besten gelingt dies, indem Sie mit bestimmten Pflanzen dafür sorgen, dass es den Katzen so richtig schön stinkt. Gleichzeitig sollten Sie aber auch jene Pflanzen aus dem Garten verbannen, die magisch anziehend auf die schnurrenden Vierbeiner wirken.

Was ist die „Verpiss dich Pflanze“ und wie funktioniert sie?

Zugegeben, der Name dieser Pflanze klingt nicht sonderlich vornehm, doch steht er unmissverständlich für die pflanzliche Wirkung, die man ihr nachsagt. Der botanische Name lautet Plectranthus ornatus und oft wird sie fälschlicherweise als Coleus Canina angeboten. Weiter ist das Gewächs unter diversen registrierten Markennamen sowie unter Bezeichnungen wie Verpiss dich Blume, Hundeschreck oder Katzenschreck Pflanze erhältlich.

Pflanzenzüchter Dieter Stegmeier war es, der die aus Südafrika stammende Verpiss dich Pflanze hierzulande bekannt machte. Der etwa 40 Zentimeter hoch wachsende Halbstrauch trägt fleischige, leicht behaarte Blätter und bildet im späten Frühling farbige Blütenstände aus. Da es sich um ein nicht winterhartes Gewächs handelt, wird sie zumeist als Kübelpflanze gezogen oder in den Wintermonaten vor Kälte geschützt.

So halten Verpiss dich Pflanzen Katzen fern

Hauptsächlich ist es der Geruch der Verpiss dich Blume, welcher abschreckend auf diverse Tiere wirkt. Der unangenehme Pflanzengeruch soll dafür sorgen, dass Säugetiere wie Katzen, aber auch Hunde und Kaninchen auf Abstand zur Pflanze gehen. Diese verströmt die Düfte ätherischer Öle, die von Tiernasen als abwehrend wahrgenommen werden sollen. Hauptsächlich ist es das ätherische Öl Menthol, das für die Wirkung verantwortlich sein soll. Auf Schnecken und andere Schädlinge hat der Pflanzenduft keine Wirkung.

Die Abwehrwirkung ist allerdings nicht belegt. Letztlich scheint es auch bei Katzen so, wie bei Menschen. Gerüche werden von jedem Individuum ganz individuell empfunden - manche Katzen und Hunde lassen sich mit der Katzenschreck Pflanze abhalten, manche Katzen lassen sich von dem Geruch der Pflanze überhaupt nicht beeindrucken.

Entdecken Sie verbuddelten Katzenkot oder die streunende Mieze in Ihrem Garten, kann es also erforderlich sein, dass Sie verschiedene Methoden probieren müssen, bis eine abschreckende Wirkung erfolgreich ist. Leider lässt sich insbesondere die Katze nur schwer davon abhalten, in den Garten einzudringen, da Zäune und Hecken für diese Vierbeiner keine Hindernisse darstellen. Katzen kommen aufgrund ihrer hervorragenden Klettermöglichkeiten fast überall hin und sie sind äußerst einfallsreich, ihre Lieblingsplätze zu erreichen.

Welche anderen Pflanzen vertreiben Katzen aus dem Garten?

Die Wirkung der Verpiss dich Pflanze basiert auf dem ausströmenden Geruch ätherischer Öle und ist somit eine absolut natürliche und ungefährliche Methode, die zur Katzenabwehr eingesetzt wird. Wenn die Verpiss dich Blume in Ihrem Garten keine abschreckende Wirkung erzielt oder Sie Alternativen probieren möchten, haben wir weitere Tipps für Sie.

Die streunenden Vierbeiner haben eine feine und verwöhnte Nase, die schon von Weitem Gerüche wahrnehmen kann. Es liegt somit nahe, dass man sehr wohl mit duftenden Pflanzen Katzen aus dem Garten vertreiben kann, insofern Pflanzen in den Garten geholt werden, die für die feinen Nasen stinken.

Potenziell kommen zum Vertreiben von Katzen alle intensiv duftenden Pflanzenarten in Betracht wie beispielsweise:

  • Pfefferminze (Mentha × piperita)
  • Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Zitronengras (Cymbopogon citratus)
  • Italienische Strohblume (Helichrysum italicum)
  • Weinraute (Ruta graveolens)
  • Großwurzeliger Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)

Allerdings ist die Reichweite des Pflanzendufts auf einen gewissen Radius begrenzt, der auch davon beeinflusst wird, aus welcher Richtung der Wind hauptsächlich weht. Um mit duftenden Gartenpflanzen Katzen erfolgreich aus dem Garten zu vertreiben, ist es deshalb erforderlich, anhand der Gartengröße sowie unter Berücksichtigung der Windrichtung mehrere geruchsintensive Gewächse im Garten an verschiedenen Standorten anzusiedeln. Nur bei einer ausreichenden Anzahl an Pflanzen gegen Katzen kann der gesamte Garten von Katzenbesuchen und Katzenkot befreit werden.

Weitere Alternativen: Gewürze zur Katzenabwehr einsetzen

Geht es Ihnen vorrangig darum, Katzen am Buddeln in einzelnen Beeten abzuhalten, können Sie mit verschiedenen Lebensmitteln den Boden präparieren. Diese Abwehrmethode kann beispielsweise dann interessant sein, wenn Sie selbst Katzenbesitzer sind und Sie die eigene Katze lediglich aus einem Nutzbeet vertreiben wollen.

Die Methoden sind einen Versuch wert:

  • frische Knoblauchzehen in das Nutzbeet stecken
  • Apfelessig mit einer Sprühflasche auf die Beet-Erde sprühen
  • Kaffeepulver in Salatbeete und Gemüsebeete einarbeiten
  • Pfeffer oder Chili-Gewürz auf dem Boden verteilen

Gelegentlich wird auch das Ausstreuen von frisch gemähtem Rasen-Schnitt als wirksam beschrieben, jedoch gibt es viele Katzen, die frisches Gras lieben und dadurch erst Recht angelockt werden.

Nachteil der zuvor beschrieben Abwehrmethoden: Alle natürlichen Mittel, die auf oder in die Erde gegeben werden, verlieren relativ schnell ihren Geruch oder werden in das tiefere Erdreich gespült, wenn es regnet. Somit hält die Wirkung nur für einen begrenzten Zeitraum an und das Präparieren des Bodens muss oft wiederholt werden.

Ein Gutes haben wirksame Abwehrmethoden allerdings. Suchen Katzen mehrfach einen Platz auf, an denen es ihnen stinkt, machen sie sich auf die Suche nach anderen Lieblingsplätzen, was dazu führen kann, dass Ihre Beete langfristig uninteressant werden. Wenn eine Katze Ihren Garten nicht mehr als Revier beansprucht, haben Sie mit etwas Glück Ruhe. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass diese oder eine andere Katze erneut in Ihren Garten einzieht. Dann sollten Sie schnellstmöglich aktiv werden, damit der Vierbeiner sehr schnell merkt, dass er hier nicht erwünscht ist. Je länger eine Katze in einem Garten toleriert wird, umso mehr wird der Garten zum Katzenrevier.

Neben pflanzlichen Abwehrmaßnahmen lassen sich die Vierbeiner manchmal mit einem Rasensprenger verjagen. Allerdings gibt es unerschrockene Katzen, die Spaziergänge im Regen - und somit auch unter dem Rasensprenger - lieben und sich mit dieser Methode nicht abhalten lassen, munter in Ihrem Garten ihr Unwesen zu treiben.

Welche Pflanzen ziehen Katzen an?

Nicht nur Pflanzen gegen Katzen sind eine mögliche Strategie, die Tiere aus dem Garten zu verjagen. Streunende Katzen werden auch von bestimmten Gewächsen angelockt.

Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) ist zweifelsfrei die Lieblingspflanze aller Katzen. Getrocknete Pflanzenteile oder das ätherische Öl werden aufgrund der unwiderstehlichen Wirkung in Katzenspielzeug eingearbeitet. Solche Produkte werden unter der Bezeichnung Catnip im Tierhandel angeboten. Weniger anziehend wirkt indes die hybride Art der Katzenminze (Nepeta faassenii). Sie kann gefahrlos in den Garten gepflanzt werden.

Der Amur-Strahlengriffel (Actinidia kolomikta) ist bei Katzen sehr beliebt und wird gerne angefressen. Um den Nachbarkatzen keinen Grund zu geben, in Ihren Garten zu kommen, sollten Sie auf das Anpflanzen des Amur-Strahlengriffels verzichten.

Außerdem ist Echter Baldrian (Valeriana officinalis) ein Katzenmagnet. Die Pflanze, die auf uns Menschen so beruhigend wirkt, wird aufgrund seiner Wirkung als Katzenkraut oder sogar als Katzendroge bezeichnet. Baldriangewächse wirken unterschiedlich auf Katzen. Mal drehen die Katzen völlig auf, weil die enthaltenen Alkaloide ähnlich wie Sexuallockstoffe wirken (läufige Katzendamen und Kater eröffnen das lautstarke Liebesspiel); mal sind die Miezen so vom Baldrianduft betört, dass sie sich genussvoll an der Pflanze reiben und wie auf retardierende Drogen reagieren.

Stört Sie die Anwesenheit einer Katze im Garten, sollten Sie diese Gewächse entfernen bzw. gar nicht erst anpflanzen und sich stattdessen lieber für Lavendel, Verpiss dich Pflanze, Pfefferminze oder Weinraute entscheiden.

 

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