19.03.2018 08:00 0 Kommentare

Blütenreicher Auftakt

Ziergehölze – frühe Bienen- und Augenweide

Narzissen, Weidenkätzchen und Forsythien – überall fängt es in diesen Tagen an zu sprießen, zu blühen und zu duften. Das Frühlingserwachen der Natur ist ansteckend: es weckt neue Energie und Lebensgeister, vertreibt trübes Wintergrau nicht nur am Himmel, sondern auch im Gemüt. Gartenbesitzer treibt es jetzt wieder hinaus ins Freie. Wer im eigenen Grün noch vergeblich nach Blüten sucht, kann dies ändern, denn der Frühling ist auch Pflanzzeit. In Gartencentern und Baumschulen ist jetzt ein breites Sortiment an Bäumen, Sträuchern und Stauden zu finden, die den Garten im ganzen Jahr zu einem Erlebnis machen. 

Gelbe Frühlingsboten

Wer Pflanzen aussucht, die jetzt blühen, hat den Vorteil, sie in voller Pracht zu sehen. Zwar werden die meisten Pflanzen mit einem Foto der Blüte auf dem Etikett angeboten, aber das Original ist noch viel überzeugender. Die ganz frühen Blüten, die sich schon in den kalten Wintermonaten herauswagen, sind zwar jetzt schon verblüht: die chinesische Winterblüte (Chimonantus praecox), die Zaubernuss (wie zum Beispiel Hamamelis intermedia 'Westerstede') oder der leuchtend gelbe Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Aber die meisten Frühlingsblüher kommen erst noch! Zarte Farben bringt der Schneeball (Viburnum) in den Frühlingsgarten. Seine hellrosa und weißen Blüten sind je nach Sorte noch bis in den Mai zu bewundern.

Blühender Ahorn

Auch manche Ahornarten (Acer) bilden noch vor ihrem Blattaustrieb Blüten, die noch kahle Bäume bereits ab März mit ihrem frischen Grüngelb schmücken. Aus den Blütenständen entwickeln sich später die markanten „zweiflügligen“ Früchte, die wie kleine Propeller zu Boden segeln. Die verschiedenen Varianten des Ahorns bieten einen hohen Zierwert mit vielen gestalterischen Möglichkeiten. Es gibt mittelhohe und große Ahornsträucher (A. palmatum), kleine Bäume wie den Dreispitzigen Ahorn (A. buergerianum) und große Exemplare – zum Beispiel den Spitzahorn (A. platanoides). Daneben stehen besondere Blattformen zur  Auswahl – wie die des Grünen Schlitzahorns (A. palmatum 'Dissectum Green Globe'), dessen Blätter so feingliedrig sind, dass sie kaum noch an ein fünfzackiges Ahornblatt erinnern. Außerdem lohnt es sich auf die Herbstfärbung zu achten, die bei einigen Sorten besonders intensiv ausfällt. Gelb bis Orange wird zum Beispiel das Laub des Feldahorns (A. campestre). Leuchtend rot hingegen färben sich die Blätter des Roten Schlangenhautahorns (A. capilleps). Seinen ungewöhnlichen Namen bekam der Baum übrigens aufgrund seiner braungrünen Rinde, die auffallend weiß gestreift ist.

Buchsblüten und Felsenbirne

Die große Pflanzenvielfalt mag Gartenfreunden zunächst überwältigend erscheinen. Doch wer nach etwas Besonderem sucht, wird in einer Baumschule so manche Überraschung erleben – zum Beispiel auch, dass Buchsbaum (Buxus) Blüten trägt. Er ist vor allem als immergrünes Formgehölz und Hecke vielseitig einsetzbar. Von März bis Mai können aufmerksame Betrachter jedoch am Ansatz der kleinen Blätterpaare filigrane, gelbe Blüten entdecken, die intensiv duften. Ein bekannter Frühlingsblüher ist hingegen die Felsenbirne (Amelanchier). In überschwänglicher Fülle trägt sie weiße, bis zu zehn Zentimeter langen Blütentrauben und bietet damit Insekten, die von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurden, Nahrung. Auch die Felsenbirne gibt es in kleineren und größeren Varianten. Aus den Blüten entwickeln sich dunkle, beerenartige Früchte, die Vögeln und auch Menschen schmecken. Mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung macht man den Garten nicht nur für Menschen zu allen Jahreszeiten zu einem Wohlfühlort. Auch Tiere finden hier ein reichhaltiges Nahrungsangebot und einen geeigneten Lebensraum – von Meisen bis zu Bienen und Schmetterlingen.

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