Schattengrün - Pachysandra

Der Halbstrauch Pachysandra wird im deutschsprachigen Raum auch liebevoll Dickmännchen genannt. Bekannt ist die pflegeleichte Gartenpflanze aber auch als Ysander, Dickanthere oder Schattengrün. Ursprünglich überzog der Bodendecker aus der Familie der Buchsbaumgewächse die Erde der Laubwälder in Ostasien und Nordamerika, aber heute wird er auch gern in vielen deutschen Gärten und sogar Parkanlagen zur Gehölzunterpflanzung genutzt. Von den nur drei Arten der Gattung wird vorwiegend Pachysandra terminalis als Zierpflanze genutzt und steht in verschiedenen Sorten sowie panaschierten Auslesen zur Verfügung. Sie stammt ursprünglich aus China sowie Japan und ist heute eine der beliebtesten Bodendecker unter Gärtnern.

Das Schattengrün macht seinem Namen alle Ehre

Mit einer maximalen Höhe von 30 cm eignet sich das Dickmännchen hervorragend zur Unterpflanzung von Gehölzen und bringt auch in sehr schattigen Lagen ein sattes Mittel- oder Dunkelgrün. Damit macht das Schattengrün seinem Namen alle Ehre und ist ein beliebter Bodendecker für den Schatten und Halbschatten. Da Pachysandra nicht unter Wurzeldruck leidet, wird es gern unter Sträucher oder Bäume gepflanzt. Aber auch bei der pflegeleichten Grabbepflanzung kommt das Schattengrün gern und oft zur Anwendung.
Als Bodendecker stehen sowohl aufrechte als auch kriechende Varianten zur Auswahl. In jedem Fall lässt die anpassungsfähige Pflanze Unkraut keine Chance und bedeckt auch größere Flächen zwar langsam, aber dicht mit einem intensiven Grün. Die immergrünen und frostharten Matten besitzen fleischige Wurzeln und viele Ausläufern, sodass sie Unkraut gut im Zaum halten, sobald sich die Pflanzung geschlossen hat.




Von April bis Mai werden die bis zu 10 cm langen, ledrig-glänzenden Blättern der Pachysandra-Sorten mit weißen, sich in die Höhe streckenden Ähren gekrönt. Die schönen Blütenstände setzen dann leuchtende Akzente und bieten einen wunderschönen Kontrast zu dunklem Laub.

Pachysandra richtig pflanzen

Das Schattengrün liebt gut aufgelockerte, humusreiche und eher feuchte Böden, kommt aber mit vielen Böden zurecht. Nur schwere Böden sollte man bearbeiten. Wie der Name schon verrät, zaubert es auch in sehr schattigen Lagen einen grünen Teppich. Der nur leicht verholzende Halbstrauch gedeiht aber auch in der Sonne, wo seine Blätter allerdings eine deutlich hellere, teilweise sogar gelbliche Färbung bekommen.
Mit seinen unterirdischen Ausläufern, die sich rasch ausbreiten und gut dem Wurzeldruck von Bäumen oder Sträuchern statthalten, besiedelt der Bodendecker schnell größere Flächen. Dabei bildet Pachysandra niedrige, dichte Matten, die mit ihrem immergrünen Blattwerk auch im Winter einen tollen Hingucker garantieren. Damit der Bodendecker optimal zur Geltung kommt, sollte er in Gruppen mit einem Abstand von etwa 30 cm gepflanzt werden. Empfohlen werden für Pachysandra terminalis etwa acht Pflanzen pro Quadratmeter. Schon bald werden sich die Lücken schließen und es entsteht eine dichte Pflanzfläche, die kein Unkraut mehr hindurchlässt und somit kaum Pflege benötigt.

Wie viele andere immergrüne Pflanzen und der verwandte Buchsmann ist Pachysandra giftig und sollte daher in Reichweite von Kindern und Haustieren mit Vorsicht gepflanzt werden.

Die ideale Pflege für Pachysandra

An den richtigen Standort gesetzt, benötigt das Schattengrün kaum Pflege. Wird es allerdings zu trocken, sollte ab und an gegossen werden. Staunässe sollte dabei wiederum vermieden werden. Die Düngergaben erledigen sich bei diesem Bodendecker meist von allein, denn das herabfallende Laub der Bäume und Sträucher, unter die es gepflanzt wurde, bieten nach ihrer langsamen Zersetzung genügend Nährstoffe. Die Blätterschicht muss bzw. sollte bei diesem Laubschlucker also nicht entfernt werden und dient als optimale Mulchgabe.

Aufgrund seiner unkrauthemmenden Eigenschaften wird das Schattengrün gern als pflegeleichte Zierpflanze und Bodendecker in Parkanlagen, Gärten oder Grabbepflanzungen genutzt. Ufert der Bodendecker hier durch seine unterirdischen Ausläufer zu stark aus, kann er ganz einfach mit einem Spaten abgestochen und so ein sauberer Rand geschaffen werden. Auch die oberirdischen Zweige können mit einer scharfen Astschere problemlos in Zaum gehalten werden, sodass sich stets der gewünschte Effekt halten lässt.

Mit seinem schönen Grün und den zarten Frühjahrsblüten wird Ihnen Pachysandra also auch an schwierigen Pflanzflächen lange Freude und wenig Aufwand bereiten.